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- Kategorie: Winterreise 12 / 13 - Laos 13
Buddha wurde heute zum Glück nicht erhört!
Zuerst mussten wir heute das Hotel wechseln: Wir werden morgen in südlicher Richtung hier losfahren und brauchten deshalb noch eine zusätzliche Nacht im Hotel. Im Villa Maly war nach Aussage des Rezeptionisten kein Zimmer mehr verfügbar, so buchten wir in einem andern Hotel ein Zimmer. Kaum hatte ich die Buchung abgeschlossen, meldete sich die Rezeption mit der Mitteilung, sie hätten nun doch noch ein Zimmer ...

Auf dem Weg vom Hotel in die Innenstadt führte uns der Weg an einen für uns noch unbekannten Tempel vorbei. Im Innern waren wieder viele Buddha Figuren zu sehen. Neben einem imposanten Buddha noch viele kleinere im Hauptraum.

Eine Besonderheit sind diese Buddha Statuen im Khmer-Stil, die über sehr lange Arme verfügen und eine uns bisher unbekannte Haltung der Hände zeigen. Angeblich bitten sie um Regen! Glücklicherweise - für uns - wurde diese Bitte heute nicht erhört.

Was mich bei den Tempeln immer wieder fasziniert, sind die unterschiedlichen Dachformen. Viele Dächer sind sehr kunstvoll verziert. Hier die Giebel mit den grünen Figuren: Nach einzelnen Quellen sollen es stilisierte Flammen sein, an denen sich die bösen Wesen verfangen sollen. Das Dach selber verfügt über 2 Stufen aussen am Gebäude, in der Mitte sogar über 3 Stufen. Im Bild die Farbenpracht der Rückseite des Tempels.

Von der Seite gesehen zeigen sich die Stufen noch besser. Rechts ist der Haupteingang des Tempels, die noch durch ein zusätzliches Dach überdeckt wird.

Eine weitere Tempelanlage, hier mit einer Stufe an der Rückseite und zwei Stufen in der Mitte.

Die Mitte der Dächer werden häufig durch solche Symbole verziert. Meist sind diese wie hier auch vergoldet. Sie stellen sogenannte Himmelsblumen dar und sollen das Universum symbolisieren.

Ein weiteres Beispiel eines kunstvollen Daches: 3-stufig an den Aussenseiten, in der Mitte sogar 4-stufig. Die Aussenkanten der Dächer sind auch hier durch die stilisierten Flammen geschmückt. die Mitte wieder durch die Himmelsblumen.

Noch ein Beispiel von Dächern: Rote Ziegel mit 2 und 3 Stufen. Dazu die in Luang Prabang überall präsenten vergoldeten Stupas.

Die französische Kolonialmacht hinterliess ebenfalls ihre Spuren in Laos. Die Franzosen besetzten Laos 1893 und wurde erst 1954 wieder vertrieben. In Luang Prabang steht noch die „Ecole maternelle de Louang Prabang", der Kindergarten, der heute noch in Betrieb ist. Das Dach ist eine eher krude Anlehnung an die laotische Architektur. Das Ziel der Franzosen war in Laos ja nicht die kulturelle Förderung sondern vielmehr die Ausbeutung des Landes. Ausser etwas Zinnbergbau und einigen tropischen Hölzern gab Laos aber nicht sehr viel her, so dass die Grande Nation schnell das Interesse am armen Land verlor.
Den Abschluss unseres Aufenthaltes in Luang Prabang machten wir heute in einem weiteren ausgezeichneten Restaurant in der Stadt. Details hier.
