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- Kategorie: Winterreise 12 / 13 - Laos 13
Im Tempo der gesengten Sau nach Vientiane
Wie gestern vereinbart, holte uns unser Fahrer pünktlich um 10 Uhr für die Fahrt nach Vientiane ab. Für die 150 km rechneten wir mit etwas mehr als 3 Stunden, was er sogar noch unterbot. Während unsere bisherigen Fahrer eher langsam und vorsichtig fuhren, war der heutige das pure Gegenteil. Auch durch die Ortschaften immer mit mehr als 60, teilweise sogar mit 80 km/h. Dazu sehr ruppig was die Handhabung des Steuerrades betrifft. Eigentlich wollte ich ihn noch fragen, wie die nächste Etappe mit ihm aussehen würde, lies dies dann aber bleiben, da mir mein Leben doch noch wichtig ist.

Am frühen Morgen zeigten sich die Karstfelsen auf der anderen Seite des Flusses in Vang Vieng nochmals im schönsten Morgenlicht. Einige „brumes matinales" (Zitat Jacques Kessler auf France Inter während unserer vielen Frankreichreisen in den 80-er Jahren) lösten sich bald schon auf und der Himmel war während des restlichen Tages klar.

Vientiane ist Laos Hauptstadt mit etwa 350'000 Einwohnern. Diese müssen natürlich alle mit Elektrizität und Telekommunikation versorgt werden, was sich dann an den Leitungsmasten zeigt. Ein Albtraum für jeden ordnungsliebenden schweizerischen Elektriker. Ich möchte hier auch nicht einen Fehler in einem Kabel suchen müssen!

Laos nennt sich selber Laos P.D.R. oder Peoples Democratic Republic. Demokratie heisst hier, dass alle Bürger frei wählen dürfen, allerdings gibt es nur eine Liste, jene der Laotischen Revolutionären Volkspartei. Viele Gebäude der Ministerien erinnern an die sozialistisch-bombastische Architektur der früheren Ostblock Staaten Europas.

Die laotische Nationalflagge wird häufige neben der roten Hammer-und-Sichel Flagge aufgezogen. So auch hier am Ufer des Mekong.

Selbstverständlich muss auch ein Arc de Triomphe sein. Diese Beton-Hässlichkeit wurde 1962 erbaut und soll an den Sieg über die Franzosen erinnern. Weshalb dann aber gerade ein Gebäude, welches an den Arc de Tripmphe in Paris erinnert, übersteigt mein Verständnis.

Schöner und besser nach Asien passt diese Stupa eines der vielen Tempel in Vientiane. Weitherum sichtbar strahlt sie ihr goldenes Licht über die Stadt.
Wir werden nun die nächsten beiden Tage hier Station machen um die Stadt näher zu erkunden. Insbesondere die unzähligen grossen Tempel werden wir einen nach dem anderen abklopfen.
Für unser erstes Dinner in Vientiane besuchten wir das Restaurant Laos Kitchen und waren hellauf begeistert von den schmackhaften Gerichten. Ausschliesslich laotische Küche stehen auf der Karte. Junge Laoten führen das Restaurant, sie sind sehr effizient im Service und immer lächelnd. Der finanzielle Schaden hielt sich ebenfalls im Rahmen: 2 Hauptgänge, Reis und Bier für CHF 8.
