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- Kategorie: Winterreise 12 / 13 - Laos 13
Buddha-Park bei Vientiane: Buddhas, Buddhas und noch mehr Buddhas
Ein buddhistischer Mönch erbaute in den 50er Jahren mit Hilfe reicher Laoten 25 km südlich von Vientiane am Mekong einen Park mit vielen Buddha-Figuren. Die meisten der Figuren entbehren nicht eines Schusses Ironie. Dazu später mehr. Es finden sich aber nicht nur Buddha-Figuren, viele andere Geschöpfe aus der buddhistischen Lehre und der Hindu-Mythologie sind präsent.

Um den Weg unabhängig von öffentlichen Bussen oder TukTuks machen zu können, mieteten wir uns heute einen Roller, mit dem die Strecke problemlos zurückzulegen gewesen wäre, hätten wir uns nicht gepflegt verfahren. Statt auf gerader Strecke mit 25 km ans Ziel zu kommen, fuhren wir entlang einer Schleife des Mekongs und unser Weg war dann 44 km. Aber durch eine sehr schöne Landschaft mit viel Reisfeldern und kleinen Ortschaften, also trotz allem sehr lohnenswert.

Die bekannteste Skulptur des Buddha-Parkes ist dieser liegende Buddha, mit seiner Länge von 120 m eine der grössten Statuen in Laos.

Diese Kürbis-ähnliche Figur ist innen hohl und kann bestiegen werden. Im Innern sind die drei Ebenen der menschlichen Existenz - nach der buddhistischen Lehre - versinnbildlicht. Zuoberst erhält man einen schönen Überblick über die Anlage, wiederum gemäss Buddhas Lehre das Stadium der Erleuchtung. Die Beton-Struktur auf dem Dach soll einen Bodhi-Baum darstellen, Buddha soll unter einem solchen gestorben sein. Deshalb gilt der Baum den Buddhisten als heilig. Diese eher krude Darstellung hat mit dem wirklichen Baum wenig zu tun.

Der dreiköpfige Elefant symbolisiert die drei laotischen Königreiche aus der Frühzeit.

Der böse Geist, Rahu der Fürst der Finsternis, hier in Gestalt eines riesigen Frosches versucht den Mond zu verschlingen. Der Mond sieht mit seiner Rennfahrerbrille witzig aus und das Gefressenwerden scheint ihm nicht viel auszumachen.

Die Göttin Mutter der Erde stellte ich schon bei anderen Tempeln vor. Sie wringt ihre Haare aus, um der Erde Wasser zu geben. In dieser Skulptur schneidet sie ihre Haare mit einem Schwert ab. Statt Wasser wird wohl eher Blut auf die Erde tropfen, sofern ihr Schwert nicht sehr gut geschliffen ist.

Eine andere Ansicht des liegenden Buddhas, diesmal inmitten anderer Figuren. Es ist nahezu unmöglich, in dieser Anlage ein Bild ohne mindesten drei Buddah-Figuren zu schiessen.

Auch die buddhistischen Mönche besuchen die Anlage. Wohl eher aus Neugierde, als um hier zu beten. Aber im Bild machen sie sich als Farbtupfer mit ihren orangen Gewändern immer sehr gut.

Auf dem Weg vom Buddha-Park zurück in die Stadt liegt die sogenannte Friendship-Bridge, die Freundschafts-Brücke. 1'170 m verbinden hier Laos und Thailand mit einem Übergang über den Mekong. Bei der Eröffnung 1994 war es erst die zweite Brücke über den Mekong! Die Brücke war ein Geschenk der australischen Regierung an die beiden Staaten, die mit ihr verbunden werden. Neben den Autos verkehrt auch ein Zug darüber.

Den heutigen Schlusspunkt setzt selbstverständlich wiederum ein liegender Buddha, diesmal aber eine Statue in einer Tempelanlage in der Stadt, dem That Luang. Seine Füsse sind im Verhältnis zu seinem Körper noch grösser als meine. Und ich meinte immer, ich hätte mit die grössten! Und solche schönen Symbole kennen meine Füsse auch nicht ;-((
