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- Kategorie: Winterreise 12 / 13 - Laos 13
Stadtrundfahrt in Vientiane
Als erstes möchte ich heute etwas klarstellen: Auch wenn in letzter Zeit sehr viele Bilder von Klöstern, Tempeln und Buddha-Statuen in meinen Beiträgen erschienen, heisst dies nicht, dass ich nun Buddhist wurde. Die Anlagen und Statuen sind ganz einfach so schön und prominent gelegen, dass sie sich für Bilder geradezu aufdrängen.
Unseren Roller behielten wir auch heute während des ganzen Tages. Damit konnten wir die Innenstadt von Vientiane problemlos besichtigen. Ein Motorrad lässt sich problemlos abstellen, alle Sehenswürdigkeiten verfügen über entsprechende Einrichtungen.

Er erste Besuch galt dem Vat Si Saket, einem der ältesten Buddha Kloster Vientianes. Si Saket wurde während der Wirren der Vergangenheit als eine der wenigen Anlagen nicht beschädigt und ist deshalb heute eine vielbesuchte Sehenswürdigkeit.

In der Anlage finden sich 120 grössere Buddha-Figuren ähnlich den fünf hier dargestellten. In den Nischen hinter den grösseren Figuren sind insgesamt 10'136 kleinere Statuen aufgestellt. Wir haben diese nicht nachgezählt, angesichts der vielen Nischen mit jeweils einer oder auch zwei Figuren ist diese Zahl absolut plausibel.

In allen Tempeln werden die Schuhe vor dem Betreten ausgezogen, ein Eingang sieht dann typischerweise wie dieser hier aus: Eine Vielzahl von Sandalen, Schuhen und Flip-Flops liegen vor den Treppen. Der Nachteil dieser Vorschrift für uns Touristen ist, dass die Böden meist glühend heiss sind und man / frau deshalb sehr schnell gehen muss! Die Einheimischen sind sich diese Temperaturen eher gewohnt.

Eine lustige Figur fanden wir in einem anderen Tempel: Eine Frauenfigur reitet auf einem ganz vergnügt dreinblickenden Löwen. Dessen orange Farbe lässt darauf schliessen, dass der Schöpfer der Statue wohl nie einen lebendigen Löwen sah! Oder er nutzte lediglich seine künstlerlische Freiheit aus.

In einigen Tempeln beobachteten wir dieses Ritual: Vor allem Frauen nahmen eine runde Schachtel mit vielen Bambusstäbchen und schüttelten diese, bis eines der Stäbchen herausfiel. Die Nummer auf dem Stäbchen ...

... entspricht dann einem dieser Kärtchen. Obwohl wir den Inhalt der Kärtchen natürlich nicht verstanden, konnten wir doch den Sinn erraten: Ähnlich den Fortune-Cookies in chinesischen Restaurants wird hier eine Zukunftsprognose gemacht. Dieser Tempel wird angeblich vor allem von schwangeren Frauen besucht und auch von solchen, die es gerne würden. Der Inhalt der Kärtchen hat wohl damit zu tun.

Unterwegs sahen wir öfter Leute Grasbüschel sammeln und dann diese am Strassenrand zum trocknen auslegen. Heute wurde der Verwendungszweck klar: Die Grasbüschel werden kunstvoll zu feinen Besen gebunden, mit denen zu Hause und auch im Tempel der Boden gewischt wird. Mit einem feinen Lederstreifen werden die Halme zusammen gebunden.

Dieser Guru-Shop verkauft sehr bekannte Produkte in Laos. Viele Autos, Fahrräder und auch Motorräder waren rund um das Geschäft abgestellt, was auf eine hohe Besucherfrequenz schliessen lässt. Da die Preise der Apple-Produkte auch in Laos sehr hoch sind, werden sich diese wohl nur Gutbetuchte leisten können. Die Strom-Leitungen sind auch vor dem Guru-Shop nicht wirklich übersichtlich verlegt. Ein Apple-Ingenieur hätte hier wohl keine Freude.

Eine typische laotische Apotheke der traditionellen chinesischen Medizin fand sich am Strassenrand. Wir erkannten keines der angebotenen Produkte: Meist Stücke von Rinden, getrocknete Früchte und allerlei andere exotische Sachen wurden von den Einheimischen gekauft. Wir konnten uns nicht zu einem Kauf durchringen. Die schweizerischen Homöopathie-Befürworter hätten wohl auch nichts gekauft, da die Krankenkasse diese Kosten kaum übernimmt. Und selber bezahlt ja kaum jemand für unwirksame Produkte.
Heute assen wir in einem ganz speziellen Restaurant im Zentrum von Vientiane: Das Makphet-Restaurant wird von einer Non-Profit-Organisation betrieben, welche Strassenkindern eine Ausbildung bietet und sie so in die Gesellschaft integrieren will. Diese Absicht alleine würde wohl keine Gäste ins Restaurant bringen, wenn nicht das Essen, die Ambiance und der Service herausragend wären. Kulinairsch stimmt alles und wenn dann auch noch ein wichtige soziales Ziel erreicht werden kann, umso besser!
Morgen fliegen wir am Vormittag nach Pakse, einer Stadt im südlichen Laos. Von dort aus wollen wir auch diese Region noch genauer erkunden. Der Weg auf der Strasse ist uns zu lang und gemäss vielen Reiseberichten auch nicht besonders spannend. Fliegen ist hier bequemer und schneller.
