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- Kategorie: Winterreise 12 / 13 - Laos 13
Zurück am Mekong: Wieder warm, sehr warm!
Nach einer eher kühlen Nacht auf dem Bolaven Plateaux auf mehr als 1000 m.ü.M. freuten wir uns heute auf die Rückkehr in die Ebene mit wiederum warmen Temperaturen. Letzte Nacht waren wir sehr from um die dicken Decken auf dem Bett, ohne sie wäre die Nacht ungemütlich kalt geworden. Nun sind wir wieder zurück in der Wärme, um 22 Uhr steht das Thermometer noch immer bei 28 Grad.

Das heutige Frühstück hätte ebenso gut in Frankreich stattfinden können: „La Vache qui rit"-Käse und „Président"-Butter zusammen mit Baguette erinnerte sehr stark an die ehemals Grande Nation. Die Confiture war immerhin lokal, genau so wie der Kaffee, der auf der Farm geerntet wurde.

Zur Zeit wird auf dem Plateaux gerade der Robusta-Kaffee geerntet, diese Bohnen wurden erst kürzlich gelesen und werden nun zum Trocknen an die Sonne gelegt. Grün, Rot und Gelb werden in wenigen Tagen zu gedörrten und damit dunkelbraunen Bohnen.

Bei vielen Häusern liegt der Kaffee ausgebreitet, die meisten Familien in dieser Gegend leben vom Anbau, Ernte und Verkauf der Bohnen. Allerdings verdienen die Bauern eher wenig am Kaffee, wie meist kassieren die Grosshändler den Löwenanteil des Erlöses.

Dieser Strauch ist noch nicht abgeerntet, die Bohnen in allen Farben warten noch auf die Pflücker.

Wir statteten einer Siedlung einer ethnischen Minderheit einen kurzen Besuch ab. Diese Leute wanderten vor mehr als 30 Jahren aus dem Grenzgebiet zwischen Vietnam und Laos hier ein und leben noch ganz wie seit Urzeiten. Kinder werden bereits mit 5 Jahren verheiratet, Männer haben jeweils mehrere Frauen und alle beginnen bereits sehr früh, mit 4 Jahren!, zu rauchen. Dazu benützen sie wie unser Führer eine Pfeife, welche aus einem Bambusholz hergestellt wird.
Viele Kinder besuchen keine Schule, da sie nicht Laotisch sprechen, sondern lediglich ihre Sprache kennen. Der einzige, der die laotische Sprache beherrscht, ist der Dorf-Chef; er ist zugleich auch der einzige Kontakt der laotischen Behörden mit den Dorfbewohnern.

Auch diese Frau benützt dasselbe Instrument, um ihrem Tabak-Konsum zu frönen. Daneben zerliest sie Kaffeebohnen.

Auf dem Weg zurück nach Pakse lagen noch zwei Wasserfälle, welche wir auch besuchten. Beim einen posierte eine Gruppe von Laoten vor künstlichen Elefanten für ein Familienbild, eine gute Gelegenheit für mich, auch mal Personen aufs Bild zu kriegen. Lebendige Elefanten sahen wir leider keine.

Der eine der beiden Wasserfälle ist nicht wirklich ein grosser Fall, mehr eine Kaskade, bei der das Wasser eine Stufe von 10 m hinunterfällt. Im Becken unterhalb des Falles badeten viele Kinder unter ziemlich viel Lärm. Ich erwischte gerade einen Moment ohne Betrieb für die Aufnahme.

Eindrücklich der zweite Fall, auch er „nur" etwa 10 m hoch aber inmitten des Regenwaldes gelegen. Die Felsen links und rechts sind imposante Basalt-Säulen, die hier durch die Erosion der Vegetationsdecke schön freigelegt wurden.

Besonders schön sind die Säulen hier auf der rechten Seite zu sehen. Der Fluss wird durch eine abenteuerliche Brück aus Stahlseilen und Bambus überspannt. Auf den ersten Blick eher eine Hühnerleiter als für Menschen gedacht, beim Drübergehen schwankte sie ganz bedrohlich, hielt aber auch meinem Gewicht locker stand.
