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- Kategorie: Winterreise 12 / 13 - Sri Lanka
Ein ruhiger Sonntag in Colombo

Unser heutiger TukTuk Fahrer hiess Nasreen, er zeigte uns den nördlichen Teil der Innenstadt von Colombo. Da am heutigen Sonntag der Verkehr noch weniger dicht war als am gestrigen Samstag, war dies eine sehr angenehme Tour. Nasreen war ebenso stolz auf seine Stadt wie auf sein TukTuk und zeigte uns viele schöne Ecken der Stadt.

In Colombos Innenstadt gibt es zwei Clocktowers oder Glockentürme. Beide stammen dem 19. Jhdt.. Errichtet wurden sie von den Engländern. Dieser Turm wird von den umliegenden Hochhäusern beinahe verschluckt. Da jedoch der Amtssitz des Präsidenten in der Nähe liegt, wird nicht mehr höher gebaut, so dass der Turm auch in einigen Jahren noch zu sehen sein wird wenn viele andere Quartiere längst im Schatten der Hochhäuser versunken sind.

Der andere Turm steht mitten in einer viel befahrenen Kreuzung. Wie immer, wenn ich in Colombo fotografieren will, schiesst sicher gerade aus irgend einer Richtung ein TukTuk heran und platziert sich mitten im Bild. Längst habe ich deshalb aufgegeben: Ich achte einfach nicht auf diese kleinen, wendigen Dinger und drücke ab, wenn das Bild stimmt.

Eines der Wahrzeichen von Colombo ist das rote Cargill-House, welches immer schon als Warenhaus diente. Der Werbespruch der Firma hiess „Das beste seiner Art diesseits des Suez", heute ist das Warenhaus allerdings ziemlich herunter gekommen. Und schöne Warenhäuser gibt es in Asien heute in grosser Zahl. Singapur und Bangkok sind nur zwei Beispiele von eigentlichen Konsumtempeln.

Alt und neu liegen in Colombo nahe beieinander. Häuser aus der Kolonialzeit wechseln sich mit modernen Stahl-/Glasbauten ab. Diese Mischung macht einen Teil des Reizes der Stadt aus. An einem Wochentag sähe dieses Bild mit dem vielen Verkehr ganz anders aus.

Auch am Sonntag wird munter eingekauft. Viele der traditionellen Geschäfte bleiben geschlossen, die Märkte sind jedoch teilweise geöffnet. Der Früchte- und Gemüsemarkt läuft nur auf kleiner Flamme, Fleisch- und Fischmärkte sind geschlossen.

Limetten und Ingwer brauchen die Einheimischen auch am Sonntag und beides natürlich am liebsten frisch.

Der ältere Herr verkauft Früchte wie Orangen, Äpfel, Trauben und Mandarinen neben Früchten, deren Name ich nicht kenne. Auch diese Produkte müssen immer frisch sein.

Direkt für Teufels Küche sind diese Pfefferschoten bestimmt. Ein Normalsterblicher kann diese kaum essen, für Einheimische sind sie absolut kein Problem. Unsere bisherigen Erfahrungen mit dem srilankischen Essen sind gut, alles schmeckt und ist nicht allzu scharf. Das hängt vermutlich mit den Orten zusammen, wo wir bisher assen. In den grossen Hotels und Restaurants wird - auch bei srilankischen Spezialitäten - eher für westliche Gaumen gekocht. Für die Einheimischen vermutlich recht geschmacklos, für uns gerade richtig.
Am frühen Abend organisierten wir noch den Rest unseres Besuches auf der Insel: Wir werden ab morgen Montag einen Mietwagen mit Chauffeur haben, der uns auf der ganzen Tour durch Sri Lanka begleiten wird. Die Route sowie die Hotels werden wir jedoch fortlaufend festlegen, ganz nach Lust und Laune.
