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- Kategorie: Winterreise 12 / 13 - Sri Lanka
21.12. 2012: Doomsday in Sri Lanka
Während heute gemäss dem Mayakalender die Welt untergeht, merken wir in Sri Lanka nichts davon. Über die anderen Regionen der Welt kann ich nichts aussagen, doch auch im Internet las ich nichts. So ernst wird es wohl nicht sein.

Die Sri Lanker nehmen die Sache auch nicht ganz ernst, im Gegenteil, sie laden am morgigen 22. 12. 2012 zu einer Party „Dawn of the New World" (Morgenröte der Neuen Welt) ein. Männer bezahlen für die Party 750 Rupien (ca CHF 6) Eintritt während hübsche Girls gratis Eintritt erhalten. Der Ticketpreis für die nicht so Hübschen wird nicht speziell erwähnt.

Wir sind nun in Sigiriya, dessen Wahrzeichen der Lion Rock ist. Ein Monolith der über der Eben thront. Ein König baute hier im 5. Jhdt. sein Zuhause, um vor Feinden sicher zu sein. Richtig sollte es wohl heissen: Der König liess sich hier sein Zuhause bauen, aber die Untertanen gehen ja ohnehin nie in die Geschichte ein. Heute sind vom Palast nur noch Ruinen sichtbar.

Brigitte machte sich auf den Weg zum und auf den Felsen, für mich war dies natürlich unmöglich. Ich unternahm in dieser Zeit mit unserem Fahrer eine kleine Tour in der Gegend.

Der Lion Rock wird selbstverständlich über die Lion Stairs erschlossen: Zwischen den stilisierten Tatzen der Katze führt die Treppe in die Höhe.

Vom Felsen schweift der Blick über die dichte Vegetation. Der kleine weisse Punkt vor den beiden Hügeln am Horizont ist eine Buddha-Statue. Davon aber später mehr.

Noch ein Bild aus der Höhe mit einigen kleineren Bergen am Horizont. Wie jeden Tag auf unserer bisherigen Reise regnete es auch heute immer mal wieder. Zwischendurch zeigte sich aber auch ab und zu die Sonne.

Diese Wandmalerei der sogenannten Wolkenmädchen stammt ebenfalls aus dem 5. Jhdt. Auf dem langen Aufstieg führt der Weg daran vorbei. Von den ursprünglich etwa 500 Frauenportraits auf der 100 m langen Wand sind heute noch 22 erhalten. Die natürlichen Farben hielten sich im Laufe der Jahrhunderte erstaunlich gut. Die Portraits sind gut vor Regen und Sonne geschützt, auch vor neugierigen Touristen schützt sie die Höhe über dem Boden.

Ich traf auf eine Gruppe von Bee-Eatern, welche trotz des Regens immer wieder auf einem Bambus-Ast Rast machten um gerade im nächsten Moment wieder auf Jagd zu gehen. Diese Vögel sind recht einfach zu fotografieren, da sie nahezu immer an dieselbe Stelle zurückkehren, bevor sie zum nächsten Rundflug starten.

Die Buddha Figur, welche Brigitte vom Berg aus fotografierte, sah ich aus der Nähe. Etwa 25 m hoch ist die Statue. Im Vordergrund die roten Häuser, in denen Opfergaben abgelegt werden. Buddha selber zeigt mit seiner Geste von zum Kreis geformtem Daumen und Zeigefinger die „argumentative Kraft des lehrenden Buddha". Auf mich hatte diese allerdings keinerlei Einfluss, auch die Wolken liessen sich von ihm nicht vertreiben.

Buddha wird durch einen ganzen Zaun von gelehrigen Schülern umgeben. Jedes Gesicht ist individuell gezeichnet.
