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- Kategorie: Winterreise 12 / 13 - Sri Lanka
Polonnaruwa - die zweite Königsstadt Sri Lankas
Heute besuchten wir die archäologische Zone von Polonnaruwa, der zweiten Königsstadt Sri Lankas. Nachdem die Könige aus Anuradhapura fliehen mussten, liessen sie sich hier nieder. Wieder wurde um 1150 ein grosser Stausee angelegt, der der Bewässerung der umliegenden Reisfelder diente.
Die Ruinenanlage liegt in einer schönen Gegend, eingerahmt von Reisfeldern und beschattet von locker stehenden Bäumen.

Wie in allen Tempelanlage leben auch hier unzählige Affen, hier ein junger Hanuman Langur, der interessiert die Touristen beobachtet.

Buddha - Statuen finden sich in allen Anlagen in grosser Zahl. Diese werden noch heute verehrt und die Tempelruinen gelten immer noch als Heiligtümer. Für uns Touristen ist der grosse Nachteil dieser Verehrung, dass auch wir die Schuhe ausziehen müssen, bevor wir die Anlagen betreten. Für unsere nackten Füssen ist der Sand, der über all auf den Steinen liegt, sehr unangenehm; die Einheimischen sind sich das Gehen ohne Schuhe eher gewohnt. Glücklicherweise schien heute nicht während des ganzen Tages die Sonne, sonst wären die Steine zudem noch unerträglich heiss.

Eine weitere Figur in einem anderen Tempel. Auch dieser Buddha sitzt in der Meditationsstellung.

Vor den Toren zu den Tempeln liegen sogenannte Mondsteine, welche üppig mit Figuren geschmückt sind. Ganz aussen ein Kranz von Gänsen, dann ein Kranz von Elefanten gefolgt von einem solchen mit Pferden verzieren diesen Stein.

Beeindruckend ist die handwerkliche Fähigkeit der frühen Bewohner dieser Städte. Kaum ein Grashalm passt zwischen die Stein-Blöcke dieses Tempels. Eindrücklich, wie genau diese Steine behauen sind, wenn man deren Alter bedenkt und dass damals kaum moderne Steinhauer-Werkzeuge bekannt gewesen sein dürften!

Auch dieses Podest ist äusserst dicht verziert. Einmal mehr Elefanten, dann Löwen und als Abschluss noch menschliche Figuren bilden die Verzierung.

Diese Makakken (Ceylon-Hutaffen !!) nutzen eine Nische in einer Aussenwand des Tempels, um sich nieder zu lassen. Das tägliche Ritual des Lausens kann auch hier problemlos erfolgen, zumal der Regen nicht bis hierhin fällt. Die rote Fratze passt farblich gut zum Mauerwerk.

Der Shiva Devale Tempel ist der erste Hindu-Tempel in Sri Lanka, den die Inder hier bauten. Heute ist er nur mehr ein Steinhaufen, der aber immer noch von Pilgern besucht wird.

Hier war offensichtlich der deutsche Kaiser Wilhelm zu Gast und nahm anlässlich des Besuches den Tempel als Inspiration für seine berühmte Pickelhaube. Solche Dagobas finden sich hier in grosser Zahl, die meisten verfügen über eine solche Spitze.

Die bekanntesten Buddha Statuen dieser Anlage sind von eindrücklichen Ausmassen. Der liegende Buddha misst ganze 14 m! Die liegende Stellung weist auf den Tod hin, dem auch Buddha nicht entging.
