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- Kategorie: Down Under 09 / 10 Bali
Schönes Grün bedeutet zuerst mal harte Arbeit
Für den Weg von Candi Dasa zurück nach Jimbaran wählten wir heute nicht die direkte Route sondern fuhren den längeren Umweg in die Berge. Wir wollten durch die Dörfer fahren und noch etwas vom ländlichen Leben mitkriegen, statt auf der grossen Strasse die Dieselabgase der Lastwagen zu atmen. Diese Route führt wiederum durch viele Reisfelder, die in unterschiedlichen Zuständen sind.

Die Ernte liegt noch zum Trocknen auf Tüchern, die Reisstauden selber sind geschnitten und das Stroh von den Feldern entfernt.

Andere Felder sind bereits wieder geflutet und die Erde wird mit Hacken bearbeitet. In diesem Klima eine strenge Arbeit, die den Schweiss in Strömen fliessen lässt! Die Gänse und Enten geniessen derweil ein Bad im fliessenden Wasser auf den Feldern und picken allerlei Getier auf, welches vom Wasser herausgeschwemmt wird. Enten sind ein wichtiger Bestandteil eines balinesischen Essens, Bebek der lokale Name dieser Spezialität. Wir kosteten sie nicht, da mir toter Vogel generell nicht sehr schmeckt.

Die Hauptarbeit des Pflügens verrichten jedoch auch hier Ochsengespanne, die von einem geschickten Bauer gesteuert werden. Jede Gelegenheit nutzen die Tiere für einen kleinen Imbiss, der auch durch den Maulkorb noch gut schmeckt.

Das Reis wird in kleine abgetrennte Felder ausgesät, wo es bis etwa 15 cm Höhe heranwächst, bevor die Pflänzchen dann in die grossen Felder umgepflanzt werden.

Das vorbereitete und geflutete Feld wird mit Reisschösslingen versehen, auch dies eine mühsame Handarbeit, die erst noch in gebückter Haltung gemacht werden muss.

Die Belohnung ist schliesslich das saftig grüne Feld, welches in einigen Wochen abgeerntet werden kann, wonach der Zyklus erneut beginnt.
Nun sind wir wieder zurück in Jimbaran im Puri Bali, wo wir morgen noch den letzten ganzen Tag unserer langen Reise geniessen werden. Konkrete Pläne haben wir noch keine, werden aber sicher noch Ideen finden.
