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- Kategorie: Winterreise 14 / 15 - 7. Etappe Australien
Devils Marbles oder Em Tüüfel sini Chlürli
An meinem heutigen Weg kam ich an einem Ort vorbei, der Devils Marbles heisst oder in Zürntüütsch „Em Tüüfel sini Chlürli“.

Weit von jeder Ortschaft entfernt, gab es hier heute Internet. Langsam zwar, aber immerhin. Mit Sonnenenergie wird ein Computer betrieben, welcher über eine Satelliten-Antenne ein Signal empfängt und dieses dann als WiFi-Signal zur Verfügung stellt. Man wird gebeten, ein Bild dieser Steine zu publizieren, was ich selbstverständlich gerne tat. Modernste Technologie an einem der einsamsten Orte in Australien!

Diese Kugeln bestehen aus Granit, welcher vor 1.7 Mia. Jahren hier entstand. Der massive Granitdom wurde beim Abkühlen und Zusammenziehen von kleinen Rissen durchsetzt, durch welche im Laufe der Zeit immer mal wieder etwas Wasser in den massiven Fels eindrang. Dieses Wasser löste verschiedene Mineralien im Granit, welche ihrerseits zur Absplitterung von einzelnen Schichten der Granitblöcke führte. Mit der Zeit formten sich so grosse Kugeln, welche heute noch auf der Erdoberfläche herumliegen. Wann immer irgendwo Steinkugeln in der Natur herumliegen, handelt es sich dabei um Granit, nur dieses Gestein wird durch diese Art der Schalenverwitterung so geformt.

Einzelne Kugeln sind nahezu rund, andere eher unförmig. Die rötliche Farbe stammt von winzigen Eiseneinschlüssen, welche mit dem Wasser rosten und den Stein so färben.

Wo die Natur runde Formen hinzaubert, möchten natürlich auch die Termiten nicht hintenanstehen und bauen ihre privaten, kleinen Dome. Diese halten selbstverständlich nicht ganz so lange wie die Granitkugeln. Bei der grossen Kugel im Hintergrund ist vor kurzem ein Stück der äussersten Schicht abgebrochen, der unverfärbte Granit hat noch seine ursprüngliche Farbe.

Diese etwa 3 m messende Kugel wurde wie mit einem Messer mittendurch geschnitten. Eine fast perfekte Schnittfläche, die zudem noch nahezu die ursprüngliche Farbe des Granites zeigt.

An dieser kleinen Kugel lässt sich der Prozess gut verfolgen. Die einzelnen Schalen haben sich vom massiven Gestein getrennt, doch noch sind sie nicht vollständig abgelöst. Das gibt dieser Kugel dieses unfertige Aussehen. Eine kleine Pflanze hat schon Wurzeln geschlagen, diese werden die Verwitterung beschleunigen, da ihr Wurzel-Wachstum eine enorme Sprengkraft entwickelt.

Die Natur lässt nichts verkommen. Diese trockene Pflanze wurde von Termiten vollständig eingepackt, damit diese die für sie wertvolle Zellulose ungestört ernten können. Faszinierend!

Ein Brotlaib liegt hier zerbrochen in der Landschaft. Da muss ein Gigant am Werk gewesen sein. Auch die Kugel rechts ist in der Mitte sauber durchgeschnitten, die beiden Hälften können aber nicht auseinander brechen, da sie nirgends hinfallen können.

An diesem Stein lässt sich die Geschichte gut nachvollziehen. Zuerst brach eine grosse Kugel in einzelne kleinere Teile auf. Diese wiederum unterliegen der Schalenverwitterung, so dass ihre einstmals klaren Kanten nun stark abgerundet sind.

Nach meinem Geologie-Ausflug machte ich in Tennant Creek kurz Station. Leider war am heutigen Sonntag die ganze Stadt wie ausgestorben, sämtliche Geschäfte und Restaurants waren geschlossen. Ich wollte in einem Kaffee, welches ich von früheren Reisen her kenne, einen guten Kaffee geniessen, war aber leider erfolglos.

Erfolgreicher war ich hingegen mit meinem Vorsatz, den Camper vollständig voll zu tanken. Ein Road-Train brachte gerade frischen Diesel und Benzin, so dass ich meine paar Liter problemlos erhielt.

Ausserhalb des Ortes gibt es noch ein Stück des alten Stuart Highways, wo eine Gedenktafel an die Pioniere erinnert, welche diese Strasse quer durch den Kontinent bauten. Eine Meisterleistung!

Nun musste ich mich definitiv entscheiden. Gerade aus führt der Stuart Highway nach Norden in Richtung Katherine und Darwin, rechts geht der Barkly Highway in Richtung Osten und letztlich zum Pazifik. Ich entschied mich bereits am Morgen auf die nördliche Schlaufe zu verzichten und von hier direkt in Richtung Cairns zu fahren.
Nun bin ich in Barkly Homestead, einem Roadhouse gut 200 km vor der Grenze zu Queensland. Ab 15:30 machte ich eine längere Pause am Pool, die Temperatur stieg heute Nachmittag auf 38.5 Grad, ausgezeichnet für ein kühles Bad! Heute Abend lief zum ersten Mal meine Klimaanlage im Camper!

Weit von jeder Ortschaft entfernt, gab es hier heute Internet. Langsam zwar, aber immerhin. Mit Sonnenenergie wird ein Computer betrieben, welcher über eine Satelliten-Antenne ein Signal empfängt und dieses dann als WiFi-Signal zur Verfügung stellt. Man wird gebeten, ein Bild dieser Steine zu publizieren, was ich selbstverständlich gerne tat. Modernste Technologie an einem der einsamsten Orte in Australien!

Diese Kugeln bestehen aus Granit, welcher vor 1.7 Mia. Jahren hier entstand. Der massive Granitdom wurde beim Abkühlen und Zusammenziehen von kleinen Rissen durchsetzt, durch welche im Laufe der Zeit immer mal wieder etwas Wasser in den massiven Fels eindrang. Dieses Wasser löste verschiedene Mineralien im Granit, welche ihrerseits zur Absplitterung von einzelnen Schichten der Granitblöcke führte. Mit der Zeit formten sich so grosse Kugeln, welche heute noch auf der Erdoberfläche herumliegen. Wann immer irgendwo Steinkugeln in der Natur herumliegen, handelt es sich dabei um Granit, nur dieses Gestein wird durch diese Art der Schalenverwitterung so geformt.

Einzelne Kugeln sind nahezu rund, andere eher unförmig. Die rötliche Farbe stammt von winzigen Eiseneinschlüssen, welche mit dem Wasser rosten und den Stein so färben.

Wo die Natur runde Formen hinzaubert, möchten natürlich auch die Termiten nicht hintenanstehen und bauen ihre privaten, kleinen Dome. Diese halten selbstverständlich nicht ganz so lange wie die Granitkugeln. Bei der grossen Kugel im Hintergrund ist vor kurzem ein Stück der äussersten Schicht abgebrochen, der unverfärbte Granit hat noch seine ursprüngliche Farbe.

Diese etwa 3 m messende Kugel wurde wie mit einem Messer mittendurch geschnitten. Eine fast perfekte Schnittfläche, die zudem noch nahezu die ursprüngliche Farbe des Granites zeigt.

An dieser kleinen Kugel lässt sich der Prozess gut verfolgen. Die einzelnen Schalen haben sich vom massiven Gestein getrennt, doch noch sind sie nicht vollständig abgelöst. Das gibt dieser Kugel dieses unfertige Aussehen. Eine kleine Pflanze hat schon Wurzeln geschlagen, diese werden die Verwitterung beschleunigen, da ihr Wurzel-Wachstum eine enorme Sprengkraft entwickelt.

Die Natur lässt nichts verkommen. Diese trockene Pflanze wurde von Termiten vollständig eingepackt, damit diese die für sie wertvolle Zellulose ungestört ernten können. Faszinierend!

Ein Brotlaib liegt hier zerbrochen in der Landschaft. Da muss ein Gigant am Werk gewesen sein. Auch die Kugel rechts ist in der Mitte sauber durchgeschnitten, die beiden Hälften können aber nicht auseinander brechen, da sie nirgends hinfallen können.

An diesem Stein lässt sich die Geschichte gut nachvollziehen. Zuerst brach eine grosse Kugel in einzelne kleinere Teile auf. Diese wiederum unterliegen der Schalenverwitterung, so dass ihre einstmals klaren Kanten nun stark abgerundet sind.

Nach meinem Geologie-Ausflug machte ich in Tennant Creek kurz Station. Leider war am heutigen Sonntag die ganze Stadt wie ausgestorben, sämtliche Geschäfte und Restaurants waren geschlossen. Ich wollte in einem Kaffee, welches ich von früheren Reisen her kenne, einen guten Kaffee geniessen, war aber leider erfolglos.

Erfolgreicher war ich hingegen mit meinem Vorsatz, den Camper vollständig voll zu tanken. Ein Road-Train brachte gerade frischen Diesel und Benzin, so dass ich meine paar Liter problemlos erhielt.

Ausserhalb des Ortes gibt es noch ein Stück des alten Stuart Highways, wo eine Gedenktafel an die Pioniere erinnert, welche diese Strasse quer durch den Kontinent bauten. Eine Meisterleistung!

Nun musste ich mich definitiv entscheiden. Gerade aus führt der Stuart Highway nach Norden in Richtung Katherine und Darwin, rechts geht der Barkly Highway in Richtung Osten und letztlich zum Pazifik. Ich entschied mich bereits am Morgen auf die nördliche Schlaufe zu verzichten und von hier direkt in Richtung Cairns zu fahren.
Nun bin ich in Barkly Homestead, einem Roadhouse gut 200 km vor der Grenze zu Queensland. Ab 15:30 machte ich eine längere Pause am Pool, die Temperatur stieg heute Nachmittag auf 38.5 Grad, ausgezeichnet für ein kühles Bad! Heute Abend lief zum ersten Mal meine Klimaanlage im Camper!
