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- Kategorie: Winterreise 11 / 12 - Australien 12 - Teil1: Sydney to Cairns
Leben wie im Paradies?

Auf den ersten Blick lebt es sich in Townsville wirklich wie im Paradies. Vom Castle Rock aus gesehen, wirkt die Stadt mit der vorgelagerten Insel (Magnetic Island) und dem blauen Himmel wirklich paradiesisch. Wenn man noch weiss, das etwas mehr als 80 km von der Küste weg das weltweit grösste lebende Korallenriff mit seinen farbigen Fischen und Korallen liegt, ist der Eindruck nahezu perfekt. Das zum Weltkulturerbe gehörende Barrier Reef ist die grösste lebende Struktur auf der Erde. Ich merke gerade, dass auch ich in die Superlative abgleite ...

Der Blick in Richtung Norden zeigt in einer sichelförmigen Buch gelegene goldene Strände. Dahinter einmal mehr endlose Zuckerrohr Felder, Basis für den Reichtum dieser Gegend.

Spätestens mit diesem Bild bröckelt der Lack vom Bild des Paradieses leicht ab. Gold-gelber Sand sowie gut und gerne 27 Grad warmes Wasser. Und trotzdem niemand weder am Strand noch im Meer? Die rote Flagge weist auf den Grund hin, weshalb sich niemand ins Wasser traut. Die ganze Küste im Norden von Queensland ist in den heissen Sommermonaten von Box-Jelly-Fish (Quallen) verseucht. Diese sind sehr gefährlich und können einen Schock bis hin zum Tod auslösen. Am rechten Bildrand liegt eine weisse Linie, diese ist der obere Teil eines Netzes, mit welchem die Quallen abgehalten werden. Lediglich innerhalb dieses Gevierts lässt es sich gefahrlos baden.

Vor unserer heutigen Station liegt ein Park, welcher ein sogenanntes Wetland schützt. In diesem Tümpel-Gebiet leben allerlei Tiere, von Wallabies über Enten bis hin zu Krokodilen. Baden ist also auch hier nicht empfehlenswert. Überall weisen Schilder auf die Gefahr hin, welche von den Kroks ausgeht. Absolut gefahrlos sind hingegen diese Wallabies, kleinere Verwandte der Känguruhs. Eine ganze Familie ruht sich hier im Schatten aus und lässt sich auch von zwei Schweizern nicht aus der Ruhe bringen.

Diese Wasserschildkröten geniessen die wärmende Sonne auf einem Baumstrunk im Wasser. Für sie herrscht kaum Gefahr, höchstens ein hungriges Krokodil könnte sich eine schnappen und als Vorspeise verzehren. Auch dies nicht ganz paradiesisch, da die Vorstellung vom Paradies sicher nicht die eigene Präsenz auf der Speisekarte eines Feindes beinhaltet.

In einem der natürlichen Teiche waren gerade die Lotus-Blüten voll ausgeprägt. Der starke Wind hatte aber viele der Blüten bereits arg zerzaust und die meisten Blätter abgerissen.

Auch in Australien ist das Tragen der Sicherheitsgurten obligatorisch. Mit einem schönen Wortspiel wird der Autofahrer darauf hingewiesen, dass er entweder die Gurten tragen (to wear) muss, oder dann $300 und 3 Punkte von seinem Konto verbrauchen / abnützen (to wear) muss.
