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- Kategorie: Winterreise 11 / 12 - Australien 12 - Teil 2: Cairns to Coral Bay
Ab ins Hinterland
Den ersten Tag des zweiten Teils unserer Reise begannen wir mit der Suche nach einem weiteren australischen Tier, welches eine zoologische Besonderheit darstellt. Das Platypus ist ein Schnabeltier und als solches eines von zwei australischen Säugetieren, welches Eier legt. Kein Witz: Platypus und Echidna (ein Igel, den wir auf unserer letzten Reise durch Australien begegneten) legen Eier und beides sind Säugetiere. Kein Wunder, dass die ersten wissenschaftlich interessierten Europäer auf diesem Kontinent die Welt nicht mehr verstanden.

Ein Platypus sahen wir zwar nicht, aber immerhin diese Tafel, auf welcher das Tier vorgestellt wird. Mindestens einen Eindruck des Tieres gewinnt der Leser so.

Statt des Playtypus bemerkte ich diese Echse nahe beim Wasser und könnte sie eigentlich als Platypus verkaufen? Lieber nicht, denn wer einmal lügt, dem glaubt man nicht mehr und ich kann es mir nicht leisten den einen Leser meines Tagebuches noch zu vergraulen.

Neben dem Platypus suchen wir immer noch einige australische Einheimische, so zB. den Cassowary. Statt eines lebendigen Exemplars trafen wir auf eine lässige „Verunstaltung“ eines Verkehrschildes in einem Nationalpark. Hoffentlich entspricht die Aussage nicht der Wahrheit!

Wasserfälle sind zur Zeit in dieser Gegend sehr häufig, da viel Regen fällt. Hier fällt das Wasser gute 25m in die Tiefe.

Sehr hoch und breit ist dieser Fall, der Millstream-Fall. Der Fluss teilt sich in zwei einzelne Fälle auf, die je etwa 20 m tief hinunterstürzen.

In der Nähe des Falles trafen wir auf eine Sorte Eukalyptus, welche wir noch nie sahen: Säulifarbene Stämme! Seltsame Farbe neben den schwarz verbrannten Stämmen nebenan. Aber bei den vielen Eukalyptus-Arten in Australien haben auch solche mit speziellen Farben locker Platz.

Bald schon tauchten wieder riesige Termiten-Hügel auf, alle hatten die Farbe der umliegenden Erde. Von tiefrot bis zu eher farblosem Grau reichte die Palette. Diese Termiten verleibten sich ihr Futter gerade in den Hügel ein, so ist die Futtersuche viel einfacher und die Wege sind erst noch kürzer. Erfinderisch muss Termite sein!

Kurz vor dem heutigen Etappenziel wütete vor wenigen Wochen ein Buschbrand und vernichtete das ganze Unterholz unter den Eukalypten. Bald schon setzten aber die Regenfälle ein und schon spriesst neues, hellgrünes Gras. Die Natur lässt sich nicht so einfach unterkriegen!

Unser Campground lag mitten in einem Nationalpark, dem Undara Volcanic National Park. Wir wollen uns am nächsten Tag die riesigen Lava-Tubes ansehen, welche ein Vulkanausbruch vor „nur“ 190‘000 Jahren kreierte. Der Campground ist nicht eingehagt, weshalb die Wildtiere hier frei zirkulieren können. Diese beiden „Pretty-faced Wallabies“ haben absolut keine Scheu vor den Menschen, sie lassen den neugierigen Besucher bis auf knapp einen Meter an sich heran, bevor sie dann doch die Flucht ergreifen.
