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- Kategorie: Winterreise 11 / 12 - Australien 12 - Teil 3: Coral Bay to Sydney
Kalbarri National Park und dann Port Denison
Nach dem Frühstück wollten wir zuerst die Schluchten des Kalbarri Nationalparks besuchen. Eine 25 km lange, ungeteerte Strasse führt zum ersten Aussichtspunkt. Bereits kurz nach dem Eintrittsgate, besannen wir uns aber um: Die Strasse wurde schon lange nicht mehr von einer Planierraupe bearbeitet; die Oberfläche ist deshalb extrem Waschbrett-artig. Einige hundert Meter waren mehr als ausreichend, um uns die Lust auf mehr vergehen zu lassen.
Zum Glück bietet der Park aber noch einige spektakuläre Aussichtspunkte am Meer, der rote Fels kontrastiert sehr schön mit dem tiefblauen Meer. Die starken Winde sorgen für dekorative weisse Schaumkronen der Wellen.

Eine weitere Stelle, wo die Sandstein-Klippen vom Meer umspült werden. Wenig Vegetation zeugt vom meist trockenen Klima in dieser Gegend. Mehr als kleines Gestrüpp wächst hier nicht.

Abseits der Klippen gibt es wiederum Banksien, auf diesem Busch zeigen sich die unterschiedlichen Stadien der Blüten sehr schön: Zuerst sind die Blüten ganz weiss, dann beginnt sich von Unten die orange Farbe der Blüten zu zeigen. Die einzelnen Blütenstände sehen dann aus, als ob sie von unten her brennten.

Bei Port Gregory liegt ein See, der wegen einer Algenart pink eingefärbt ist. Beta-Karotin, welches die Algen produzieren, verursacht diese für einen See dochunübliche Farbe. Das Beta-Karotin wird hier als Farbstoff für Esswaren gewonnen. Die deutsche BASF ist mit einer Fabrik vertreten.

Interessant ist ferner, dass rund um den See viele Pflanzen gedeihen, dies obwohl das Wasser stark salzig ist. Diese Sukkulente, deren Name mit nicht bekannt ist, scheint das Salz sehr zu mögen. Auf jeden Fall wächst sie häufig rund um den See.

Am Abend bemerkten wir auf einigen Bäumen bei unserem Etappenort Port Denison hunderte von Kakadus, welche sich hier für die Nacht einrichteten. In den meisten Fällen fliegen sie auf, sobald ein Mensch sich ihrem Schlafbaum nähert. Diese Vögel liessen sich aber nicht beeindrucken, obwohl Brigitte sie provozieren wollte, damit ich einen Schwarm hätte im Flug fotografieren können. Leider erfolglos, deshalb einfach ein Bild mit den stationären Vögeln. Zum Glück steht der Baum weit vom Campground entfernt, so dass wir morgen früh nicht vom infernalischen Geschrei geweckt werden! So schön die Vögel sind, so nervig ist ihr Gekreische.
Nun nähern wir uns mit Riesenschritten Perth, der letzten grösseren Stadt in West-Australien auf dieser Reise.
