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- Kategorie: Down Under 09/10 - Australia - Back to Adelaide
Kakadu Nationalpark - Auf dem Wasser
Am späteren Nachmittag machten wir uns auf, die Gegend per Schiff zu erkunden. Eine zweistündige Fahrt auf dem Billabong und dem anschliessenden Fluss brachte uns die lokale Tierwelt sowie die Lanschaft näher.

Jetzt am Ende der Regenzeit überflutet das Wasser weite Landstriche, die Bäume sehen teilweise sehr gespenstig aus, wenn sie gute zwei Meter im Wasser stehen.

Riesige Flächen sind mit einem Gras bewachsen, das sich den steigenden Wasserständen problemlos anpassen kann, die Halme wachsen einfach in die Länge. Nach dem Absinken des Wasserstandes brannten die Aborigines früher das getrocknete Gras ab, heute wird dies in Zusammenarbeit mit der Nationalpark Verwaltung weiterhin gemacht. Auf diese Weise wird die Artenvielfalt garantiert.

Plötzlich tauchte aus dem Wasser eine uns aus Afrika bestens bekannte Silhouette auf. Ein Salzwasser-Krokodil, hier Salty genannt zog gemütlich seine Bahnen. Feinde hat es keine zu befürchten, die mehr als 4 m Länge sind für alle potentiellen Fressfeinde viel zu viel. Im Kakadu sind Krokodile mit bis mehr als 6 m Länge bekannt, ganz schön beeindruckende Kolosse!

Der Kopf sieht aus der Nähe furchterregend aus, auch wenn häufig nur gerade Nasenlöcher und Augen aus dem Wasser schauen. Der Rest des Monsters ist unter der Wasseroberfläche nur durch die leicht gekräuselte Oberfläche zu erahnen.

Auch in der Frontalansicht hat ein Krokodil wenig Liebliches.

Diese Styropor Kugeln dienen als Schwimmhilfe für das Absperrseil, das einen Teil des Billabongs für den Verkehr sperrt. Die Krokodile haben ihre Gebissspuren darin verewigt, da sie diese fälschlich als essbar taxierten. Besser eine weisse Kugel als ein menschliches Bein, diese wäre anschliessend kaum mehr zu gebrauchen, die Kugeln dienen weiterhin ihrem Zweck.

Ein White breasted Seaeagle geniesst seinen Ausblick von einem toten Baum auf die überflutete Landschaft. Fressen gibt es hier offensichtlich genügend.
