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- Kategorie: Winterreise 14 / 15 - 6. Etappe Fiji
Ausflug entlang der Küste nördlich von Nadi

In der Lobby meines Hotels sah ich heute ein Exemplar der Zeitung, welche täglich weltweit als erste erscheint. Fiji liegt nur wenige hundert Kilometer westlich der Datumsgrenze, so dass der neue Tag hier zuerst beginnt. Dementsprechend erscheint auch die Zeitung als erste. Wo wird die letzte Zeitung des Tages publiziert und wird diese Tatsache auch beworben?
Nach dem Frühstück machte ich mich mit dem öffentlichen Bus auf den Weg zum Flughafen, wo ich mein Mietauto übernehmen wollte. Die Fahrt mit dem Bus ist sehr interessant, vor allem Einheimische benutzen ihn und so ergeben sich immer spannende Begegnungen. Alle wollen immer wissen, wo ich herkomme und wie das Wetter in der Schweiz sei. Schnee und Eis haben die Fijianer noch nie gesehen, ausser wenn sie den Kühlschrank öffnen. Der Morgen erwartete mich heute mit einem bedeckten Himmel und ab und zu fielen einige Tropfen und erhöhten die ohnehin schon hohe Luftfeuchtigkeit. Pro Tag brauche ich in diesem Klima mindestens zwei T-Shirts.

Das feucht-warme Klima lässt die Natur wie verrückt wuchern. Jede noch so kleine Fläche ist grün und ohne die Präsenz des Menschen wäre hier wohl in sehr kurzer Zeit alles von Wald überwachsen.

Etwa 40 km nördlich von Nadi liegt Lautoka, eine Stadt welche mit Zucker gross wurde. In den umliegenden Ebenen stehen noch heute viele Zuckerrohr-Felder und in der Stadt ist eine grosse Raffinerie in Betrieb. Die Stadt selber ist für Touristen nicht sonderlich interessant, es gibt kaum nennenswerte Sehenswürdigkeiten und noch weniger schöne Strände. Hingegen lässt sich das Leben der Einheimischen sehr gut beobachten. Dieser IT-Spezialist wirbt für seine Dienste, welche nicht alle ganz legal sind. So bietet er zum Beispiel Memory Cards an, welche mit 300 Musikstücken geladen sind. Auch kann man hier Musik downloaden sowie sein Telefon entsperren lassen.

Eine interessante Architektur entlang der Hauptstrasse mit starken Farben noch zusätzlich hervor gehoben.

Glücklicherweise liess ich mir die Haare noch in Sunnyvale in California schneiden, so dass ich hier nicht in Versuchung geriet. Obwohl ein solcher Haarschnitt für einmal eine Abwechslung dargestellt hätte. Und bis ich in die Schweiz zurückkehre wären die noch verbleibenden Haare wieder nachgewachsen.

Die von dichter Vegetation überzogenen Hügel faszinierten mich, so viel grün sah ich schon lange nicht mehr! Am Abend, gerade als ich im Restaurant ankam, entschloss sich der Himmel, die Landschaft nochmals richtig zu bewässern. Für etwa 10 Minuten ging ein gigantischer Wolkenbruch nieder. Die Luft kühlte dabei nicht ab, lediglich die Luftfeuchtigkeit legte nochmals um einige Zacken zu.
