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- Kategorie: Piemont 13
Ausflug zur l'Abbazia di Vezzolano
Eine gute Stunde Fahrzeit von Moncalvo entfernt liegt die Abbazia di Vezzolano, eine Abtei die im heutigen Zustand um das Jahr 1189 erbaut wurde. Frühere Bauten wurden um das Jahr 1000 von den Saraszenen zerstört. Nach der Legende soll die erste Struktur sogar von Karl dem Grossen im Jahre 773 errichtet worden sein. Davon ist allerdings nichts mehr zu sehen. Aber auch so ist die Anlage einen Besuch wert. Weder unsere Freunde noch wir waren je dort, also machten wir uns auf den Weg.

Das Wetter war heute leider nichts besonderes, die Sonne fand nur selten durch den Hochnebel. Die Abtei ist eine Mischung aus romanischer und gotischer Architektur.

Das eindrückliche Hauptportal vereinigt verschiedene Element italienischer Architektur. Insbesondere die verschiedenfarbigen Schichten im oberen Teil der Fassade finden sich ähnlich in Kirchen in der Toscana und in Umbrien,

Das Hauptschiff ist mit Ausnahme der zweifarbigen Wände weitgehend schmucklos, in seinen Ausmassen allerdings beeindruckend. In dieser recht abgelegenen Gegend würde man keine so grosse Kirche vermuten. Die nächste grössere Stadt ist Asti und diese liegt gut 30 km Luftlinie von hier entfernt.

Der Kreuzgang ist ebenfalls recht schmucklos, die weiss-roten Steine finden sich jedoch auch hier wieder.

Auch im gedeckten Teil des Kreuzganges fehlt jeglicher Schmuck. Die nahezu 1000 Jahre haben an den Bauten aber nicht viele Spuren hinterlassen!
Zum Nachtessen fuhren wir dann zur Cascina Spinerola, wo wir am Vortag einen Tisch reserviert haben. Das Essen war leider nichts Aussergewöhnliches, gut aber eben bloss gut. Wir sind mittlerweile so verwöhnt, dass wir das Lokal eher enttäuscht verliessen. Als Unterkunft würde uns die Cascina gut gefallen, zum Essen ziehen wir aber andere Lokalitäten vor!
