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- Kategorie: Toscana 19
Ligurische Küste bei Camogli
Wir sind auf dem Weg zum Ferienhaus in der Toscana, wo wir einige Tage mit unseren Freunden verbringen wollen. Da wir uns lange nicht sicher waren, wann wir aus der Schweiz losfahren wollten, buchte ich unser Hotel an der Küste erst kurzfristig. Und so mussten wir mit dem Vorlieb nehmen, was noch übrig war. Eigentlich wollten wir in Camogli übernachten, doch dort war mit Ausnahme von einigen kleinen Apartments in der Altstadt nichts mehr verfügbar. Die Altstadt ist mit dem Auto aber nur sehr schwer zu befahren und Parkplätze gibt es gar keine. So entschlossen wir uns, in einer Nachbargemeinde zu logieren, in Recco. Mit dem Bus ist Camogli in 10 Minuten ohne Parkplatzsorgen erreichbar. Auch Portofino, unser morgiges Ziel ist mit ÖV gut erreichbar. Auch in Portofino sind Parkplätze Mangelware, bei meinem letzten Besuch war dies ein grösseres Problem.

Unsere Unterkunft in Recco liegt an einer hübschen Bucht mit einem Strand, der sogar jetzt schon von einigen Leuten zum Baden genutzt wird. Allerdings liegt hier statt Sand lediglich abgeschliffener Kies. Das Wasser scheint noch recht kühl zu sein, da nur wenige Hartgesottene sich bereits hinein getrauen. Als Weichei ist dies für mich ausser Reichweite.

Die Sicht vom Balkon unseres Zimmers ist wunderbar, der blaue Himmel wölbt sich über dem Meer. Was will man mehr!

Der öffentliche Bus hält in Camogli nicht am Meer, sondern in einer Strasse weiter oben. Von der Haltestelle aus führt der Weg in ein paar Minuten hinunter zur Strandpromenade. Bereits auf dem Weg zeigt sich eine der Besonderheiten der Ortschaft, die alten Häuser an der Strandpromenade sind zwischen 8 und 10 Geschosse hoch. Der Weg hinunter führt zwischen den „Hochhäusern“ hindurch.

Am Strand zeigt sich das weitgehend intakte Stadtbild in seiner ganzen Pracht. Den Abschluss des Strandes macht die Kirche, welche auf einem Felsvorsprung steht. Die Liegestühle mit ihren Sonnenschirmen stehen für den erwarteten Ansturm der Sonnenhungrigen bereit. Zur Zeit sind sie noch in der Ruhephase, lediglich einige wenige sind belegt.

Auf der anderen Seite der Kirche liegt der Hafen der Stadt, hier spiegeln sich die Häuser im ruhigen Wasser. Viele der kleinen Fischerboote lagen heute fest vertaut im Hafen.

Einige Schiffe werden offenbar auch zum Vergnügen eingesetzt, diese werden am Wochenende zur Ausfahrt aufs Meer gebraucht. Unter der Woche geben sie immerhin hübsche Fotomotive her.

Hinter der Kirche gibt es eine kleine Aussichtsplattform, von welcher aus der Blick auf die ganze Strandpromenade schweift. Der Kirche selber würde ein neuer Aussenanstrich guttun, doch offenbar fehlt dafür das notwenige Kleingeld.

Dafür ist im Innenraum kaum mehr ein kleines Fleckchen für zusätzliche Farbe zu finden. Überall Gold und sonstige Verzierungen, grosse und kleinere Bilder streiten sich um ihren Platz an der Wand. Innen etwas weniger und aussen etwas mehr würde für einen besseren Gesamteindruck sorgen!

Auch auf dem Rückweg zur Bushaltestelle verschaffte uns der Weg nochmals ein Grossstadt-Gefühl. Mit der Vespa käme ich hier gut durch, der Jaguar bliebe aber wohl stecken. Zu Fuss geht das problemlos.
