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- Kategorie: Toscana 19
Ein Ausflug nach Portofino endet in Rapallo
Eigentlich wollten wir heute gemütlich mit einem Boot von Recco nach Rapallo schippern. Doch wurde uns am Quai mitgeteilt, dass das Boot dort nicht anlegen könne und wir doch den Bus nehmen sollten. Was wir dann auch taten. Dieses Vorhaben erwies sich dann aber als eher mühsam. Der Bus sollte um 11:10 losfahren, doch um die geplante Zeit war kein Gefährt weit und breit zu sehen. Niemand wusste, was los war und auch die Einheimischen, welche auf den Bus wollten, hatten keine Ahnung. Der nächste Bus wäre in knapp eine Stunde gefahren, doch wir warteten immer noch auf die ursprüngliche Fahrgelegenheit. Gerade als wir aufgeben wollten, kam der Bus dann doch noch, offenbar steckte er in einem unfallbedingten Stau fest.
In Rapallo angekommen bemerkte ich dann, dass ich eigentlich nach Portofino wollte und nicht nach Rapallo. Portofino ist jene kleine Ortschaft, wo das Parkieren praktisch unmöglich ist. Nun schauten wir uns eben zuerst Rapallo an.

Dieses Böötli musste ich selbstverständlich fotografieren.

Rapallo liegt an einer schönen Bucht mit einer aus dem 16. Jhdt. stammenden Burg auf einem Felsen vor der Küste. 1494 gab es in Rapallo offenbar ein grosses Massaker, der IS, damals in Uniformen von Truppen des französischen Königs, metzelte sämtliche Bewohner der Stadt nieder. Dies weil die Stadt seine Truppen am Marsch nach Neapel hindern wollte. Ein Beispiel mehr dafür, dass auch in unseren Breiten nicht immer alles so gesittet wie heute zuging.

Rapallo ist der grösste Ferien- und Badeort an der ligurischen Küste mit schönen Stränden. Auch hier sind aber erst wenige Leute im Wasser, dafür aber recht viele auf den Liegestühlen am Wasser. Das Stadtbild ist nicht so gut erhalten, wie jenes, welches wir gestern in Camogli zu sehen bekamen.
Portofino war für uns heute ohne Auto nicht mehr zu erreichen, per Schiff ging es nicht, da die Mole in Rapallo wegen Umbauten an der Strandpromenade ausser Betrieb war und für den Bus waren wir zu spät. Wir machten uns deshalb nach ein paar Stunden in Rapallo auf den Rückweg nach Recco, diesmal mit dem Zug, der die Strecke in knapp 10 Minuten zurücklegte. Glücklicherweise fuhr er im Gegensatz zum morgentlichen Bus pünktlich ab.

Zurück in Recco erkundeten wir die Gegend unsers Hotels mit einem Spaziergang entlang der Steilküste. An einer Stelle errichtete ein findiger Geschäftsmann eine wunderbare Bar auf mehreren Ebenen an der Küste. Dort genossen wir ein kühles Bier mit schönster Sicht über das Meer.

Auf dem Rückweg zum Hotel stand die Sonne schon tief und erlaubte mir so, ein Portrait von uns beiden zu schiessen.
