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- Kategorie: Puglia 23
Ausflug zu den Trulli in Alberobello
Wir buchten uns für vier Nächte ein Hotel in der Nähe von Brindisi im Zentrum der Halbinsel. Von diesem zentralen Standort aus werden wir die Gegend erkunden, ohne dass wir täglich das Hotel wechseln müssen. Von unserer Unterkunft, der Tenuta Moreno aus sind es knappe 70 km bis nach Alberobello, dem Zentrum der Trulli in Apulien. Dazu später mehr.

Auf dem Weg dorthin machten wir in der hübschen Kleinstadt Martina Franca eine Pause und schlenderten durch das Zentrum. Martina Franca gilt als eine der schönsten Barock-Städte Italiens, das Zentrum lohnt auf alle Fälle einen Besuch.

Einer der Plätze in der Innenstadt liegt bei der Basilika San Martino. Die halbrunde Piazza Maria Immacolata war bis in die 1960-er Jahre der Standort des städtischen Marktes. Heute gibt es hier eine Vielzahl von Cafés und Restaurants. Auch wir genossen einen Espresso in der Sonne.

Die Basilika San Martino steht mitten in der Innenstadt und wird offenbar gerne von der lokalen Bevölkerung als Heiratskirche gebraucht. Auch für Normalsterbliche lohnt sich ein Besuch.

Der Innenraum ist auch bei dieser Basilika eher schlicht gehalten. Das Licht, welches durch die vielen Fenster in den Innenraum fällt, sorgt für ein hübsches Gesamtbild.

Das Hauptziel des heutigen Tages war ein Besuch in Alberobello, der Ortschaft mit der grössten Konzentration von sogenannten Trulli. Trulli haben typsischerweise ein rundes, spitziges Dach aus rohen Steinplatten. Die darunter liegenden Häuser sind auf dem Land rund, in der Stadt aber meist viereckig und auch quadratisch.

In der Hauptsaison im Sommer gibt es in diesen Gassen kaum ein Durchkommen, aktuell hatte es aber nicht allzu viele Touristen. Einige der Nebengassen waren gar menschenleer.
Heute schien den ganzen Tag die Sonne, doch blies ein starker Wind, der die Temperatur kaum je über 18 Grad steigen liess. An der Sonne war es durchaus angenehm, ich Schatten liess einen der Wind frösteln. Ich weiss, jammern auf hohen Niveau!

Ein Detail eines Daches mit den typischen Steinplatten. Diese werden ohne verbindenden Mörtel aufeinander geschichtet, um so das Dach zu bilden. Eine Legende besagt, dass diese Dächer auch deshalb so halbfertig seien, weil der damalige Herrscher es verbot, feste Häuser zu bauen. Wann immer ein Besuch. eines Inspektors angesagt war, wurden die Dächer entfernt umd so zu zeigen, dass es sich nicht um ein festes Haus handelte. Se non e vero ...

Eine hübsch restaurierte Seitengasse in Alberobello mit den Häusern. Diese wiederum sehen sehr permanent aus. Die meisten Häuser der Innenstadt sind heute Restaurants, Hotels oder dann B&B oder auch Souvenirgeschäfte.

Neben viel seelenlosem Touristen-Güsel gab es auch lustige Auteli zum Kauf. Ein Fiat 500 mit einer ganzen italienischen Familie auf dem Weg in die Sommerferien war eines davon.

Bei einem weiteren Spaziergang in der kleinen Ortschaft Locorotondo sah ich in einem Schaufenster einen Bahnhof der Märklin-Eisenbahn. Derselbe Bahnhof steht auch bei mir zu Hause, ein Überrest der Modelleisenbahn des ganz jungen Willy. Das Original dieses Bahnhofs steht in Flüelen im Kanton Uri.
