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- Kategorie: Puglia 23
Ostuni - die weisse Stadt
Auch heute war die Wetterprognose sehr schlecht, viel Wind und Regen sowie Gewitter. Wir liessen uns aber nicht von einem Ausflug abhalten und fuhren ins eine Stunde entfernte Ostuni, einer kleinen Stadt auf einem Hügel. Die meisten Häuser sind weiss gestrichen, Ostuni ist auch als die weisse Stadt bekannt.

Der starke Regen liess nach, als wir uns dem Ort näherten. Lediglich einige feine Tropfen fielen noch von den dunklen Wolken. Ostuni liegt auf drei Hügeln, vom einen aus liegt die Altstadt auf dem gegenüberliegenden Hügel. Die ganze Gegend ist sehr grün, viele Olivenbäume, Feigenbäume mit gerade frisch spriessenden Blättern sowie auch sonst viel Gras sind ein hübscher Kontrast zu den weissen Mauern der Stadt.

Die Cattedrale de Santa Maria Assunta liegt zuoberst auf dem Hügel. Sie kann besucht werden.

Der Innenraum ist stark verziert, auch die Decke des Hauptschiffs zeigt viele Malereien. Interessant fand ich, dass die Apsis hinter dem Querschiff nicht korrekt ausgerichtet war. Die Mauern waren nicht parallel zum Hauptschiff, sie waren etwa einen Meter nach links verschoben. ich stehe mittig im Hauptschiff und der Versatz ist so gut zu sehen. Was wohl der Grund ist? Bei all meinen Besuchen in Kirchen ist mit dies noch nie begegnet.

An der Piazza de la Libertà befindet sich das Rathaus und viele kleine Cafés, die bei Sonnenschein zum Espresso an der Sonne einladen. Unseren Espresso mussten wir unter Sonnenschirmen und mit Daunenjacken bewehrt geniessen. Die 16 °C waren nicht wirklich einladend. Immerhin fiel kein Regen mehr.

Einen Ausflug an die Adria in der Nähe von Ostuni musste noch sein. Touristen gab es keine, die Restaurants, Hotels und Bars waren alle noch geschlossen. Sie warten auf bessere Zeiten im Sommer, wenn hier alles voll sein wird.

Beim Strand gab es eine kleine Burg, welche aber stark zerfallen ist. Besichtigungen sind nicht möglich.

Unser Mietauto ist ein chinesisches Modell der Firma Lynk&Co 01. Ein Plug-In Hybrid modernster Bauart. Sehr angenehm zu fahren, auch wenn ich den Plug-in nicht benütze. Ohne externe Aufladung ist es ein Hybrid-Fahrzeug. Die Bauqualität ist sehr gut. Den Plug-In Hybriden würde ich allerdings nie kaufen. Ein vollständiger Verbrenner und zusätzlich noch ein Elektromotor mit einer Batterie, die etwa 50 km Reichweite bringt, ist in meinen Augen Blödsinn. Zuviel Technik und Gewicht.
