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Forsvik - Besuch in einer alten Industrieanlage
Nach dem Frühstück fuhren Simon und ich heute nach Hjo, wo wir Tommie trafen. Zuerst machten wir einen Spaziergang im hübschen Dorf in welchem Tommie wohnt und entdeckten dabei einige schöne Dinge.

Auf dem Dorfplatz gab eine Gruppe älterer Leute ein Konzert mit einigen Handharmonikas. Die Ortschaft ist ein beliebter Wohnort für ältere Schweden, die hier das ruhige Landleben geniessen. Offenbar treffen sich diese Herrschaften öfter hier und konzertieren zur Unterhaltung der Dorfbewohner und auch der Touristen.

Es gibt in der Ortschaft viele Cafés und Restaurants, welche Espresso, Cappuccino und andere Getränke servieren und natürlich auch die obligatorischen Glacés im Angebot haben. Dies war eine interessante Variante nahe bei einem Dorfpark. Auch dieses Geschäft machte heute gute Umsätze.

Entlang des Hafenquais gibt es noch einige alte Speicherhäuser, deren rote Wände mit den gelben Türen und weissen Fensterrahmen wunderbar kontrastieren. Über den Vättersee, an welchem Hjo liegt, wurden früher viele Güter transportiert. Heute finden diese Transporte auf der Eisenbahn und der Strasse statt. Der See dient heute vor allem als Vergnügungsstätte für Segler und Motorbootfahrer. Es gibt auch Badestrände, doch soll das Wasser meist nicht viel wärmer als 16 Grad werden. Brrrr!

Auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel kamen wir an einer ehemaligen Air-Force Base vorbei, wo die schwedische Luftwaffe ihre Fallschirmspringer trainierte. Diese DC-3, einer der ältesten Flieger in Schweden, wurde bereits im zweiten Weltkrieg von den Amerikanern eingesetzt und nach ihrem Einsatz während der Normandie-Invasion übernahmen sie die Schweden und verwendeten sie noch viele Jahre als Trainingsflugzeug. Heute steht sie in der Air-Force Base auf Betonblöcken und ist natürlich nicht mehr flugfähig.

In Forsvik dienen ein altes Sägewerk und eine alte Schmiede heute als Industriemuseum. Die Anlage ist sehr gut im Schuss und bot einige interessante Einsichten in die frühere Werktätigkeit sowie viele Bilder. Mir haben es besonders die alten Häuser mit ihren weiss angemalten Fenstern angetan.

In einer der alten Anlagen entdeckte ich diese Stromverteilungsanlage, die noch von ASEA stammt. Diese ist die schwedische der beiden Vorgänger-Fimen der heutigen ABB, die andere war Braun Boveri in Baden. ABB kommt aber seit langem nicht mehr an die frühere Grösse heran, das Management scheint einige jüngeren Entwicklungen verpasst zu haben.

Das Gebäude der ehemaligen Schmitte zeigte sich heute als schönes Spiegelbild im klaren Wasser des kleinen Flusses. Und natürlich auch hier wieder weiss umrandete Fenster.

Der Blick die andere Seite des Kanals zeigt das Sägewerk welches sich ebenfalls im Wasser spiegelt.

Nicht weit davon entfernt bemerkte ich dieses kleine Café. Als Besonderheit werden hier Eiscreme und andere Dinge angeboten. Es wird schwedische Qualität angepriesen zusammen mit italienischem Handwerk. Wie das zusammen gehen soll entzieht sich allerdings meiner Kenntnis.
