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- Kategorie: Winterreise 14 / 15 - 2. Etappe Cuba
Erster Tag in Havanna: Stadtrundfahrt
Da das Internet in Kuba sehr schlecht ist, in den meisten Hotels funktioniert es nicht und wenn, dann nur im Schnecken-Tempo. Ich entschloss mich deshalb, nur wenige Aufnahmen imTagebuch zu veröffentlichen. Auch die Texte sind kurz, da ich vermutlich nur sehr selten Zugriff habe. Schauen Sie doch ab und zu wieder vorbei.

Auf jeder Stadtrundfahrt muss das Revolutionsdenkmal dabei sein. Auf dem davor liegenden Platz hörten viele Kubaner Fidels stundenlange Reden. Bis zu 10 Stunden redete der Revolutionär zu seinen Landsleuten zu seinen besten Zeiten. Heute ist er ein alter, gebrechlicher Mann, der sehr krank ist, nach Aussage vieler seiner Landsleute aber immer noch ein sehr scharfer Denker.
Der Malecon ist die andere Attraktion Havannas, die weltbekannt ist. Eine Strasse entlang des Meeres mit einer breiten Mauer, welche abends von vielen jungen Kubanern bevölkert wird. Hier sitzen sie stundenlang und schauen aufs Meer; viele träumen von den USA, die hier nur etwa 120 Kilometer entfernt sind. Viele, vor allem junge Kubaner, würden sehr gerne in jenes Land ausreisen, wenn sie könnten. In ihrer Vorstellung findet dort das schöne Leben statt. Die Realität ist leider vor allem für Latinos etwas anders.
Die andere Sehenswürdigkeit Havannas sind die vielen uralten amerikanischen Spritfresser. Viele Autos aus den späten 40 und frühen 50 er Jahren fahren oder eher rattern noch durch die Strassen. Viele als Taxis für den täglichen Bedarf, die teilweise sündhaft schönen Cabriolets werden jedoch fast ausschliesslich für Rundfahren mit Touristen eingesetzt. Teilweise äusserlich in sehr schönem Zustand sind auch sie riesige Dreckschleudern, welche schwarze Wolken hinter sich herziehen. Katalysatoren waren zu jener Zeit noch unbekannt. Nach der Revolution 1959 unterbanden die USA sämtliche Wirtschaftsbeziehungen zu Kuba und keine amerikanischen Güter kamen mehr nach Kuba.
Unser Nachtessen fanden wir auf Empfehlung von Bea und Simon, Freunden meines Reisepartners Bruno im Le Chansonnier, einem hervorragenden Restaurant in einem nobleren Quartier Havannas.
