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- Kategorie: Winterreise 14 / 15 - 2. Etappe Cuba
Unterwegs in Richtung Havanna - Teil I - Ciego de Ávila
Um 8 Uhr riefen wir bei der Airline an, wo man uns mitteilte, dass die Warteliste immer noch lang sei und dass die Chance, dass wir fliegen könnten, eher klein sei. Wir entschieden uns deshalb, die Strecke auf der Strasse in Angriff zu nehmen. Zuerst buchten wir noch ein Hotel auf halben Weg in Ciego de Ávila, einer kleinen Stadt, die weder mit speziellem Charme noch mit Sehenswürdigkeiten aufwarten kann. Aber dafür liegt sie etwa in der Mitte zwischen Guardalavaca und Varadero, unserem nächsten Ziel.

Immer wieder trafen wir auf alte US-amerikanische Strassenkreuzer wie diesen Chevy Bel-Air aus den frühen 50-ern. Einige waren noch in erstaunlich gutem Zustand, andere wiederum eher veritable Rostlauben, welche nur noch dank vielen Schichten unterschiedlicher Farben zusammenhielten.
Sonst war die Strecke eher langweilig und mit 380 km doch recht lang. Insgesamt brauchten wir nahezu 7 Stunden und waren froh, dass wir schliesslich heil ankamen. Die fehlenden landschaftlichen Höhepunkte geben mir Gelegenheit, einige meiner gesammelten Revolutionssprüche zur Motivation der Insassen, pardon, Einwohner Kubas zu zeigen.

Ein Mann passt nicht auf dieses Plakat: Alle drei sind zwar berühmt, einer davon vollkommen zu Recht. Mandela ist vermutlich einer der wichtigsten Politiker des letzten Jahrhunderts, der mit seinem Verhalten nach der Haftentlassung ein leuchtendes Exempel statuiert hat. Südafrika verdankt ihm sehr viel. Fidel hatte zwar nach seiner Revolution durchaus auch grosse Verdienste, das gute Schul- und Gesundheitswesen sind nur zwei der Beispiele. Chavez hingegen hat ein Land, welches über grosse Ressourcen verfügt, durch seine Politik herunter gewirtschaftet und auch sein Nachfolger macht es nicht besser. Fidel wiederum hat mit seiner Klicke den Abgang verpasst und die vielgerühmte Revolution ist heute nur mehr ein hehrer Gedanke, der längst nichts mehr bedeutet. Ausser der totalen Herrschaft der Partei sowie des überall sichtbaren, grossen Mangels an allem.

An allen Ecken und Enden in Kuba hängt ein Bild von Ernesto „Che“ Guevara, dem argentinischen Revoluzzer, der zusammen mit Fidel und anderen 1959 den ehemaligen Diktator Batista stürzte. Che wurde unter anderem Wirtschaftsminister, seine Politik versagte jedoch kläglich. Er verliess Kuba nach wenigen Jahren, um in Bolivien erneut eine Revolution zu starten, wurde aber schon bald durch CIA-Schergen ermordet. Sein früher Tod macht ihn zu einer idealen Posterfigur; bevor auch er gross negativ auffallen konnte, verliess er die Insel und auch diese Welt. Ein Toter kann keine Fehler mehr begehen. „Tu ejemplo vive, tus ideas perduran“ heisst „Dein Beispiel lebet weiter, deine Ideen halten an“.

Ein bekannter Spruch von Fidel, der an sehr vielen Stellen erscheint: „Patria o Muerte", „Vaterland oder Tod“.

Ein junger Fidel meint hier: „Siempre se puede mas!" oder „Man kann immer noch mehr!“

Hier eine Binsenwahrheit: „Las grandes causas requieren grandes sacrificios“ oder „Grosse Ideen verlangen nach grossen Opfern“. Die Frage ist nur wer die Opfer bringen soll…

Fidel schreibt hier: „La revolucíon dignificó al campesino“ oder die „Revolution verleiht dem Bauern Würde“.

Nochmals Fidel: „No luchamos por glorias ni honores; luchamos por ideas que consideramos justas". In Deutsch: „Wir kämpfen weder für Ruhm noch Ehre; wir kämpfen für Ideen, welche wir als gerecht empfinden“. Das kleine Schildchen unten weist auf eine Besonderheit Kubas hin: Überall in Kuba gibt es sogenannte CDR, Comité de la defensa de la revolución. Deren Aufgabe ist es einerseits die Küsten zu überwachen, aber auch die Bewohner im Auge zu behalten.

Wieder Fidel: *Sin educación no hay revolución posible“ oder *Ohne Bildung gibt es keine Revolution“. Und dann noch: „Un pueblo en revolución jamás sera derrotado“ oder „Das Volk der Revolution kann nie geschlagen werden“, könnte aber auch heissen, dass es nie ruiniert oder zerlumpt sein kann. Die letzten beiden Möglichkeiten haben sich in Kuba leider nicht bewahrheitet.

Zum Schluss wieder einmal Che: „Hasta la Victoria siempre" oder „Auf zum Sieg“! Irgendwann kommt er sicher noch ...

Immer wieder trafen wir auf alte US-amerikanische Strassenkreuzer wie diesen Chevy Bel-Air aus den frühen 50-ern. Einige waren noch in erstaunlich gutem Zustand, andere wiederum eher veritable Rostlauben, welche nur noch dank vielen Schichten unterschiedlicher Farben zusammenhielten.
Sonst war die Strecke eher langweilig und mit 380 km doch recht lang. Insgesamt brauchten wir nahezu 7 Stunden und waren froh, dass wir schliesslich heil ankamen. Die fehlenden landschaftlichen Höhepunkte geben mir Gelegenheit, einige meiner gesammelten Revolutionssprüche zur Motivation der Insassen, pardon, Einwohner Kubas zu zeigen.

Ein Mann passt nicht auf dieses Plakat: Alle drei sind zwar berühmt, einer davon vollkommen zu Recht. Mandela ist vermutlich einer der wichtigsten Politiker des letzten Jahrhunderts, der mit seinem Verhalten nach der Haftentlassung ein leuchtendes Exempel statuiert hat. Südafrika verdankt ihm sehr viel. Fidel hatte zwar nach seiner Revolution durchaus auch grosse Verdienste, das gute Schul- und Gesundheitswesen sind nur zwei der Beispiele. Chavez hingegen hat ein Land, welches über grosse Ressourcen verfügt, durch seine Politik herunter gewirtschaftet und auch sein Nachfolger macht es nicht besser. Fidel wiederum hat mit seiner Klicke den Abgang verpasst und die vielgerühmte Revolution ist heute nur mehr ein hehrer Gedanke, der längst nichts mehr bedeutet. Ausser der totalen Herrschaft der Partei sowie des überall sichtbaren, grossen Mangels an allem.

An allen Ecken und Enden in Kuba hängt ein Bild von Ernesto „Che“ Guevara, dem argentinischen Revoluzzer, der zusammen mit Fidel und anderen 1959 den ehemaligen Diktator Batista stürzte. Che wurde unter anderem Wirtschaftsminister, seine Politik versagte jedoch kläglich. Er verliess Kuba nach wenigen Jahren, um in Bolivien erneut eine Revolution zu starten, wurde aber schon bald durch CIA-Schergen ermordet. Sein früher Tod macht ihn zu einer idealen Posterfigur; bevor auch er gross negativ auffallen konnte, verliess er die Insel und auch diese Welt. Ein Toter kann keine Fehler mehr begehen. „Tu ejemplo vive, tus ideas perduran“ heisst „Dein Beispiel lebet weiter, deine Ideen halten an“.

Ein bekannter Spruch von Fidel, der an sehr vielen Stellen erscheint: „Patria o Muerte", „Vaterland oder Tod“.

Ein junger Fidel meint hier: „Siempre se puede mas!" oder „Man kann immer noch mehr!“

Hier eine Binsenwahrheit: „Las grandes causas requieren grandes sacrificios“ oder „Grosse Ideen verlangen nach grossen Opfern“. Die Frage ist nur wer die Opfer bringen soll…

Fidel schreibt hier: „La revolucíon dignificó al campesino“ oder die „Revolution verleiht dem Bauern Würde“.

Nochmals Fidel: „No luchamos por glorias ni honores; luchamos por ideas que consideramos justas". In Deutsch: „Wir kämpfen weder für Ruhm noch Ehre; wir kämpfen für Ideen, welche wir als gerecht empfinden“. Das kleine Schildchen unten weist auf eine Besonderheit Kubas hin: Überall in Kuba gibt es sogenannte CDR, Comité de la defensa de la revolución. Deren Aufgabe ist es einerseits die Küsten zu überwachen, aber auch die Bewohner im Auge zu behalten.

Wieder Fidel: *Sin educación no hay revolución posible“ oder *Ohne Bildung gibt es keine Revolution“. Und dann noch: „Un pueblo en revolución jamás sera derrotado“ oder „Das Volk der Revolution kann nie geschlagen werden“, könnte aber auch heissen, dass es nie ruiniert oder zerlumpt sein kann. Die letzten beiden Möglichkeiten haben sich in Kuba leider nicht bewahrheitet.

Zum Schluss wieder einmal Che: „Hasta la Victoria siempre" oder „Auf zum Sieg“! Irgendwann kommt er sicher noch ...
