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- Kategorie: Herbst 11: Teil Mexico
Pantanos de Centla - wie es der Name schon sagt!
Das Biosphären-Reservat Pantanos de Centla (Das Sumpfgebiet, das Schwemmland) zeigte sich uns heute genau so wie es der Name sagt, als unzugänglicher Sumpf.

Das Besucherzentrum lag unerreichbar in einer grossen Wasserlache, die Boote, mit welchen normalerweise Touren in die Flüsse angeboten werden, lagen damit ausser Reichweite. Also blieb uns nichts anderes übrig, als unverrichteter Dinge umzukehren. Die intensiven Regenfälle der vergangenen Wochen leisteten ganze Arbeit! Zurück blieb ein leichter Frust wegen des fehlenden Hinweises bei der Abzweigung von der Schnellstrasse, dieser hätte uns immerhin 24 km erspart.
Auf der langen Rückfahrt bis zur Hauptstrasse wurde wir dann aber reichlich entschädigt. Immer wieder hielten wir am Strassenrand, um die vielfältige Vogel- und Tierwelt zu bestaunen.

Dieser Pyrocephalus rubinus (Feuerköpfchen) flog immer wieder von seinem Standort auf, nur um kurze Zeit später nach gelungener Insektenjagd wieder am selben Ort zu landen. Eine einfache Aufgabe für den Fotografen. Nur etwas Geduld trug Früchte.

Die Caracara gehört zu den Falken und ist in Mexico ziemlich verbreitet. Als Raubvogel scheint er aber ein Opportunist zu sein, denn wir sahen in auch am Boden im Kuhmist nach Fressbarem zu suchen.

Häufig auf Geäst knapp über dem Wasser oder wie hier auf Schwemmholz anzutreffen ist der Green Heron, ein kleiner, grüner Reiher. Ihm sagt man nach, er hasse nasse Füsse, da er anders als andere Reiher kaum je im Wasser steht. Ausser den Beinen ist an ihm nichts wirklich grün, sogar diese sind nur mit viel Phantasie als grün zu bezeichnen.

Die Kühe standen bis fast zum Rücken im Wasser, sie liessen sich aber dadurch nicht vom Fressen abhalten. Ich frage mich aber, wie die Kühe gemolken werden, wenn sie im Wasser stehen. Vielleicht sind es ja auch reine Fleischrassen oder alles nur Jungtiere und die Frage stellt sich so gar nicht.

Vom Hochwasser gänzlich unbeeindruckt war diese Jacana mesoamericana. Mit ihren Riesenfüssen konnte sie auch bei diesem Wasserstand problemlos über die Wasserpflanzen gehen. Ob der feste Grund einen oder zwei Meter unter der Wasseroberfläche liegt, spielte für diesen Vogel keine Rolle.
Anschliessend an den Besuch im Feuchtgebiet fuhren wir weiter nach Villahermosa, einer Stadt, die ihrem Namen auch nicht wirklich gerecht wird. Hermosa oder eben aussergewöhnlich schön ist hier wirklich nicht viel! Aber als Zwischenstation auf dem Weg nach San Cristobal de las Casas taugt sie allemal.
