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- Kategorie: Flucht vor dem November 12 - Teil Mexico
Cabo und Umgebung - bis Todos Santos

Der Hafen von Cabo San Lucas dient ausschliesslich dem Tourismus, viele private Jachten und Anbieter von Hochsee-Fischerei Ausflügen liegen hier. Ab und zu legt auch ein Kreuzfahrt-Schiff hier an. Kommerzielle Fischerei findet hier nicht statt.

Dass es hier im Süden von Baja California ab und zu auch ausgiebig regnen kann, ist hier zu sehen: Das verdunstete Wasser hinterliess diese Strukturen im Schlamm. Ein schönes Bild, wenn man es mit einem kühlen Bier in der Hand beschreibt, nicht ganz so schön, wenn Mann nach einer langen Wüstenwanderung Durst hat und Mann sich auf den ersten Schluck Wasser freut!

Cardones sind die Kakteen, die in der südlichen Baja sehr häufig vorkommen. An einzelnen Orten bilden sie eigentliche Wälder. Beeindruckend für einen Schweizer, der mit Nadelwäldern aufwuchs.

Kilometerlange Strände ziehen sich an der Pazifik-Küste entlang zwischen Cabo und Todos Santos. Sie sind weitgehend menschenleer, da hier auch kaum touristische Infrastruktur besteht. Manch andere Tourismus-Destination würde sich um solche Strände reissen, hier sind sie nur einige unter vielen. In Cabo selber sind die Strände eher einfach, dafür besteht fast zu viel Infrastruktur mit allerlei Restaurants, Discos und Bars, lauter Musik und grölenden Touristen. Kampftrinker finden sich hier sehr viele. Einige sind bereits am späten Nachmittag so betrunken, dass sie kaum alleine aufrecht stehen können.

Unser knallrotes Mietauto wartet auf uns am Strand. Weiter wollten wir nichts ans Meer fahren, da der Sand nicht vertrauenserweckend aussah und im Sand einsinken wollten wir doch nicht.

Auf der Rückfahrt mussten sowohl Bruno als auch ich einen sogenannten Bio-Break einlegen, da das viele Wasser (jawohl, H2O ohne Blöterli) seinen Tribut forderte. Beim Einsteigen bemerkte Bruno, dass ich direkt auf einer Flasche stoppte. Etwa wie ein 6-er im Lotto.

An der Spitze des roten Pfeiles ist im Meer eine kleine Wolke zu sehen: Der erste Wal, der gerade seinen Atem ausstiess! Natürlich gerade dann, als ich nicht bereit war, stieg er zum sogenannten Spyhopping aus dem Wasser. Damit verriet er sich: Ein Buckelwal, der schon so weit im Süden war. Vermutlich ein männliches Tier, die Weibchen machen weiter nördlich bei Guerreo Negro in einer Lagune Station. In dieser Laguna dl Ojo de Liebre (Hasenaugen-Lagune) bringen die Wale ihre Jungen zur Welt und ziehen sie auf, bevor sie dann im Frühjahr wieder nach der Arktis aufbrechen.
