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- Kategorie: Flucht vor dem November 12 - Teil Mexico
Ab in den Steamer
Guadalajara verabschiedete uns heute mit einem Frust. Zwar betrifft dieser nicht die Stadt selbest, sondern unseren Auto-Vermieter. Gestern rief ich an und der Verantwortliche teilte mir mit, dass heute um 9 Uhr ein Automat bereit stehen würde. Wir machten uns also nach dem Frühstück unterwegs zum Flughafen und standen zuerst mal mehr als eine Stunde in einem gigantischen Stau, da ein mit Sand beladener Lastwagen in einer Kurve die Trennung der Fahrbahnen durchbrach und sich der Sand anschliessend über zwei Spuren auf unserer Seite ausleerte. Zwei von fünf Spuren weniger führen auf der Hauptachse jeder Stadt zu einem grossen Chaos.
Am Flughafen angekommen hiess es dann: Häsch gemeint! Kein Automat stand zur Verfügung, überhaupt kein Auto war verfügbar. Also machten wir uns so auf den Weg nach Manzanillo am Pazifik. Es sieht ganz so aus, als ob der Vermieter in Deutschland die falsche Kategorie beim lokalen Vermieter bestellte, so dass kein entsprechendes Fahrzeug eingeplant wurde. Morgen sollten wir ein neues Fahrzeug in Puerto Vallarta erhalten, damit ich Bruno bei der Fahrerei ablösen kann.
In nahezu jeder Kurve stiegen Temperatur und Luftfeuchtigkeit an. Von fast 1600 m.ü.M. an den Pazifik ist anscheinend ein grosser Unterschied! Hier liegt die aktuelle Temperatur um 21 Uhr noch bei weit über 25 Grad, während es in Guadalajara gestern abend nur noch etwa 15 Grad waren. Lange Hosen und ein Hemd wurden hier schleunigst durch Shorts und T-Shirts ersetzt.

Unser Hotel heisst Palma Real und liegt weit ausserhalb von Manzanillo am Ende einer schönen Bucht. Allerdings sind weder Strasse noch Hotel im Navi zu finden - wir mussten uns mehrfach nach dem richtigen Weg durchfragen. Kurz vor dem Hoteleingang sahen wir dann doch noch eine Hinweis-Tafel, welche uns auf den letzten Metern den richtigen Weg wies.

Die Sicht vom Zimmer über die Hotelanlage und die grosse Bucht ist absolut lohnenswert. Die Luftfeuchtigkeit ist so hoch, dass sich ein richtiger Schleier über die Landschaft legt. Leider liegt das Hotel soweit vom Schuss entfernt, dass wir uns entschieden, morgen schon nach Puerto Vallarta weiter zu reisen und es dort dann einige Tage ruhiger angehen zu lassen. Den Pool benutzte ich heute gerne, zumal ich der einzige Badegast war. Das Hotel ist sehr dünn belegt, die meisten Einrichtungen sind zur Zeit geschlossen. Die Hochsaison startet ab Mitte Dezember so richtig.
