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- Kategorie: Flucht vor dem November 12 - Teil Mexico
In der Stadt mit dem schönen Namen - Guadalajara
Von La Paz flogen wir heute früh nach Guadalajara, einer Stadt mit mehr als 4 Mio. Einwohnern. Guadalajara hat mich schon immer wegen des schönen Namens fasziniert. Nicht nur der Name ist schön, auch die Stadt hat einiges zu bieten.
Leider hat unsere Automiete diesmal nicht geklappt: Ich buchte einen automatischen Wagen, verfügbar war heute aber lediglich ein handgeschaltetes Modell. Nach einigem Hin-und-Her sollen wir morgen ein neues Gefährt erhalten. Mit diesem werden wir dann an die Pazifik-Küste fahren, und bei Manzanillo ein Hotel beziehen.

Unser Hotel heisst Morales und liegt im eigentlichen Zentrum der Altstadt, von hier aus sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu Fuss erreichbar. Der Innenhof zeugt von schon längerer Existenz. Alles ist bestens im Schuss und das Personal ist ausnehmend freundlich. Die Rate, die wir erhielten, ist sensationell.

Wenige 100m vom Hotel entfernt liegt die Catedral de Guadalajara, eine eher schmucklose Kirche, welche von den Spaniern ab 1561 erbaut wurde. Die heutige Version der Kirche wurde in mehreren Anläufen schliesslich 1854 fertiggestellt.

Am Nachmittag machten wir eine Stadtrundfahrt mit einem Doppeldecker Bus und sahen so auf einfache Art und Weise einige zentrale Gebiete der Stadt. Hier ein Symbol des modernen Guadalajara an der Autobahn, welche in die Stadt hinein führt. Die Stadtrundfahrt ersparte uns die Fahrt durch die Stadt mit dem eigenen Auto, was für Orts-Unkundige immer eher anstrengend ist. Gleichzeitig auf den dichten Verkehr zu achten und dabei die wichtigen Sehenswürdigkeiten nicht zu verpassen ist eine Kunst, welche wir nicht beherrschen.

Ein weiteres modernes Wahrzeichen der Stadt ist die Cerveceria Modelo de Guadalajara, wo einige der bekannten mexikanischen Biersorten für den westlichen Teil des Landes gebraut werden. Typisch für die Stadt ist das Bier mit dem Stern, Estrella.

Kurz vor Ende der Rundfahrt fuhren wir noch an dieser Kirche vorbei, deren Name ich mir nicht merken konnte. Das Gebäude hat mich wegen der warmen Farben des Steines trotzdem fasziniert.

In der Innenstadt ist an vielen Stellen ein öffentliches, freies WiFi verfügbar. Ohne Registration und Kosten kann hier nach Lust und Laune in einem recht schnellen Internet gesurft werden. Praktisch, wenn eine Information gesucht werden muss. Praktisch auch für die Mexikaner, welche oft nicht über ein Internet zu Hause verfügen, da dieses für sie recht teuer ist. Einen PC, ein Smartphone oder ein Tablett können sich jedoch viele leisten.

Überall wo viele Touristen und auch Einheimische mit ihren elektronischen Gadgets sind, fallen verbrauchte Batterien an. Kameras und andere Geräte produzieren viel entsprechenden Abfall. Die Stadtpläne in Guadalajara dienen gleichzeitig als „Recolector de Pilas“ oder Batteriesammelstellen! Eine gute Idee, welche sich auch anderswo gut einsetzen liesse!
