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- Kategorie: Flucht vor dem November 12 - Teil Mexico
Bahia de los Sueños - die Traumbucht
Südöstlich von La Paz liegt die Bahia de los Sueños, welche wir heute besuchten. 50 km über eine geteerte Strasse fuhren wir durch nochmals eine Kakteenlandschaft, bevor wir am Zielort ankamen.

Bereits kurz nach der Ausfahrt aus der Stadt La Paz bemerkten wir am Strassenrand diesen schönen Vogel: Eine Caracara oder Geierfalke. Sobald wir anhielten, folg er auf und landete auf einem Kaktus, wo er sich sicher fühlte, so dass ich ihn problemlos fotografieren konnte.

Die Strasse führt von einem kleinen Pass auf etwas über 600 m.ü.M. hinunter in die mit Kakteen dicht bestandene Ebene. Eine einzige kleine Ortschaft liegt in diesem Tal, vollständig mit Schule und Gesundheitszentrum. Die Strasse ist sehr gut ausgebaut, nur im Ort selber gibt es einige Topes, aber das ist für Mexico völlig normal.

Unten an der Bucht liegt ein kleiner Fischerhafen, es kamen gerade die ersten Fischer wieder ans Land zurück. Die Pelikane folgten dem Böötli in der Hoffnung auf den einen oder anderen Fisch oder auch mehrere. Fische direkt vom Fischer zu erhalten ist auch für die Vögel einfacher, als selber nach Beute zu tauchen. Und etwas fällt fast immer ab.

Dieser grosse Pelikan steht auf einem Stein im Trockenen. Misstrauisch schaut er über seine Schulter, was die seltsame Gestalt mit dem seltsamen Gerät hier wohl vorhat. Vertreiben liess er sich aber dann doch nicht.

Sandstände und sauberes Wasser zeichnen die Küsten hier im Süden der Baja aus. Menschenleer und ohne störende Fahrzeuge am Meer lädt die Gegend zum Baden ein. Wir liessen die Badehose heute im Hotel und mussten uns mit dem Anblick begnügen. Dass diese Bucht Bahia de los Sueños heisst ist jedem leicht verständlich. Nicht weit davon aber liegt die Bahia de los Muetos, die Bucht der Toten. Dahin zog es uns nicht.
Im Frühjahr 2000 waren Brigitte und ich schon einmal in dieser Gegend und wohnten damals in einem schön gelegenen Hotel. Direkt am Meer gelegen dazu mit mit einem sensationellen Blick über das türkisfarbene Wasser ausgestattet, gefiel uns unser Aufenthalt sehr gut. Heute wollte ich mir die Anlage nochmals ansehen, da bei einem weiteren Besuch vor einigen Jahren das Hotel schon nicht mehr in Betrieb war.
Die ganze Gegend ist jetzt abgesperrt und eingezäunt. Überall stehen uniformierte Wachtposten. Wir konnten aber trotzdem hinfahren, bei einem Tor vor dem Hoteleingang war dann aber definitiv Schluss. Finstere Wachmänner erlaubten nicht einmal eine Fotografie und wir mussten unverrichteter Dinge umkehren. Es sieht so aus, als ob das Hotel von einem Drogenbonzen übernommen wurde und er sich hier eine Rückzugsmöglichkeit geschaffen hat, welche nicht so einfach einzunehmen ist. Die Anlage verfügt sogar über einen eigenen Flugplatz. Die Wirtin in unserem heutigen Restaurant bestätigte die Vermutung auf unserer Nachfrage.
