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- Kategorie: Flucht vor dem November 12 - Teil Mexico
Zweiter und diesmal erfolgreicher Versuch mit den Vögeln!

Bereits um 06:00 trafen wir uns heute früh mit einem lokalen Bootsfahrer zu einer Tour auf dem Fluss zu einem See, der etwa 17 km von San Blas entfernt liegt. Bereits die Fahrt auf dem Fluss war wunderschön und was die Vögel betrifft, sehr erfolgreich. Zudem war heute morgen noch Vollmond und wir sahen den Trabanten noch, bevor er sich vom Himmel verabschiedete.

Die Morgenstimmung am Fluss war einzigartig. Die Temperatur lag am frühen Morgen schon um die 20 Grad. Mit dem Fahrtwind fühlte sie sie sich allerdings kühler an. Hier zeigen sich glücklicherweise bereits die ersten Sonnenstrahlen auf dem Wasser. Sobald die Sonne höher am Himmel stand, stieg die Temperatur sehr schnell an und erreichte bald wieder die uns schon gewohnten 30 Grad.

Dieser Snail Kite meinte, er müsse sich lautstark beschweren, als wir unter ihm vorbei fuhren. Vielleicht gähnte er aber auch nur so kurz nach dem Erwachen? Die Snail Kites fressen Schnecken, damit sie auch problemlos an die Leckerbissen kommen, verfügen sie über einen gebogenen Schnabel.

Einen einzigen Boad-billed Heron (Kahnschnabel zu Deutsch, Cochlearius cochlearius in der Wissenschaft) sahen wir. Diesen Vogel traf ich schon mehrfach in Mexico, einerseits hier am Pazifik, dann aber auch in der Gegend von Merida auf Yucatan. Mir gefällt dieser witzige Kerl immer sehr gut. Ihr unverkennbarer Ruf weist den Sucher zielsicher auf seinen Standort hin.

Im See gibt es eine kleine Insel, welche von vielen Vögeln zum Brüten genutzt wird, da die Fressfeinde hier nicht hinkommen. Woodstorks (Waldstorch (Mycteria americana)) sind nur eine der vielen vertretenen Arten. Dieser Vogel transportiert gerade Nist-Material zur Insel. Angesichts des langen Astes ist nur zu hoffen, dass er nirgends hängen bleibt, da er sonst ein wohl grösseres Problem hätte.

Die Roseate Spoonbills (Rosa Löffler) waren auch gut vertreten. Ihre rote Farbe stammt vermutlich wie jene der Flamingos auch von kleinen Crevetten, welche ihre Leibspeise sind. Die rote Farbe ist wie jene der Flamingos in Mexico sehr intensiv, vermutlich sind die hiesigen Crevetten einfach bessere Farblieferanten.

Der Hauptplatz von San Blas ist zwar klein aber immer gut belebt. Rund um den Platz gibt es einige Restaurants, welche einfache Mahlzeiten servieren. Wir genossen hier nach unserer frühmorgendlichen Flussfahrt noch ein leichtes Frühstück, bevor wir uns auf den Rückweg nach Puerto Vallarta machten.
Ich muss kaum erwähnen, dass auch hier selbstverständlich ein freies WLAN zur Verfügung stand, welche zudem über eine gute Geschwindigkeit verfügte. Im Hotel in Puerto Vallarta kostete dasselbe Vergnügen gut 15 CHF / Tag. Nachtrag: Bruno fand heute heraus, dass im Fiesta Americana das WiFi zur Zeit gratis erhältlich ist und zwar gibt es einen Voucher für ganze 7 Tage!

Auch wenn hier am Dorfeingang der Bogen die Besucher willkommen heisst war er für uns heute der Abschied von der Ortschaft. Wir genossen den Besuch und sahen insbesondere auf der heutigen Fahrt auch viele Vögel.
