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- Kategorie: Flucht vor dem November 12 - Teil Mexico
Erster Versuch mit Vögeln in den Magroven so la-la
Am Morgen machten wir einen Ausflug in die Mangroven-Sümpfe bei San Blas. Unser Ziel war es, möglichst viele Vögel zu sehen, was heute aber nicht sehr erfolgreich war. Obwohl wir die einzigen Touristen auf dem Wasser waren, sahen wir kaum eine Tierseele.

Dafür war die Fahrt durch die Mangroven sehr interessant und beeindruckend. Zur Zeit floss gerade die Flut aus dem Sümpfen aus, so dass das Wasser laufend in Bewegung war. Die Kontraste zwischen hellen und dunklen Stellen in den Mangroven war einmal mehr sehr hoch.

Die Luftwurzeln der Mangroven faszinieren mich jedes Mal aufs Neue. Hier bilden die Wurzeln ein undurchdringliches Netz. Jedes Durchkommen ohne Machete ist absolut unmöglich. Und auch mit dem richtigen Werkzeug dauert das Finden des Weges sehr lange. Auch die Fahrstrecken für die Schiffe muss laufend frisch heraus gehauen werden, da sonst der Weg bald einmal nicht mehr zu erkennen wäre.

Riesige Bromelien leben auf den Bäumen und Sträuchern. Ihre roten Blüten machen sich sehr gut im satten Grün der Blätter.

Einige Tiere sahen wir dann dennoch: Den Auftakt machte dieser Osprey, den die Mexikaner Aguila Pescadora (Fischadler) nennen. Diese Vögel sind wie alle Tiere hier sehr scheu, sie fliegen bei der kleinsten Störung gerade auf und davon. Für die Fotos musste ich ich jeweils sehr beeilen, damit der Schuss im Kasten war, bevor mich der Vogel bemerkte.

Auch einen Snowy Egret fanden wir, diese sind in diesen Breitengraden sehr verbreitet, nur nicht gerade hier und heute. Zu erkennen sind sie gut an ihren gelben Füssen, die aussehen, als ob sie gerade in einen Farbkübel standen.

Wo das Wasser brackig ist, leben auch einige Krokodile in den Sümpfen. Die meisten Exemplare, welche wir heute sahen, waren noch recht klein. Auch sie verziehen sich schon beim Annähern des Bootes ins Wasser, wo sie vor uns sicher sind.

Eine Anhinga trocknet hier ihre Flügel, bevor sie zum nächsten Fischzug aufbricht. Anhingas sind mit den Kormoranen verwandt, sind aber einfach von denen zu unterscheiden. Der Schnabel der Anhinga ist wie eine Pfeilspitze gerade ausgeformt, während derjenige des Kormoran am Ende eine Art Hacken aufweist.

Auch grössere Wasserschildkröten waren heute zu sehen. Hier nur noch eine einzelne, der Kollege oder die Kollegin (wer kennt hier schon den Unterschied) machte sich schon aus dem Staub ins vermeintlich sichere Wasser. Wir hätten sie ohnehin nicht gefangen, da wir beide den Konsum von Schildkrötensuppe ablehnen. Aber natürlich wissen das die Schildkröten nicht, also besser mal sich in Sicherheit bringen.
Morgen ziehen wir schon um 06:00 los, um noch einen anderen Flussarm zu erkunden. Die Fahrt in die Lagune beansprucht viel Zeit, so dass wir schon früh los wollen. Anschliessen fahren wir noch nach Puerto Vallarta zurück, unserer letzten Station.
