- Details
- Kategorie: Winterreise 14 / 15 - 4. Etappe Florida
Saublöder Tourist - I’m lovin’ it!

Heute benahm ich mich wie ein saublöder Tourist und genoss es. In Daytona Beach gehört es für die Touristen zum guten Ton, einige Meilen am Strand zu fahren. Der Sand ist hier steinhart und gefahrlos befahrbar. Ein spezielles Erlebnis. Um mein Vergehen wieder gut zu machen buchte ich ein Hotel am Strand und machte mich anschliessend zu Fuss auf den Weg entlang des Strandes. 3 km vom Hotel entfernt gibt es einen Pier, dort wollte ich beim Sonnenuntergang ein Bier trinken. Leider war die Musik jedoch so laut, dass ich mich ungetrunkenen Biers wieder verdrückte und ins Hotel zurückkehrte. Immerhin knapp 2 Stunden zu Fuss unterwegs.

In der Nähe von Daytona gibt es einen Leuchtturm, welchen ich mir am Morgen ansehen wollte. Auf dem Weg dorthin hatte ich das Gefühl, ich sei im falschen Film: Weisses Zeugs am Boden fast wie Mehl oder Puderzucker, dazu ein recht kühler Wind vom Meer her. Lediglich 14 Grad Celsius, ich musste sogar einen Pullover anziehen!

Der Leuchtturm ist schön renoviert, er wird nicht mehr eingesetzt und ist heute nur noch ein Museum.

An vielen Stränden dieser Küste gehen Leute mit Metalldetektoren auf und ab und suchen nach Metallgegenständen. In früheren Zeiten sind an dieser Küste viele spanische Schiffe untergegangen deren Ladung oft aus Gold aus den Kolonien bestand und die Schatzsucher hoffen natürlich auf den Fund einiger der Goldstücke. Die Küste heisst sinnigerweise auch Treasure Coast oder eben Schatzküste.

Der Pier mit dem Restaurant südlich meines Hotels, auf dem Dach liegt die Bar mit einer wunderbaren Aussicht und der unerträglich lauten Musik. Schade!

Die Sicht in Richtung Norden vom Dach des Piers zeigt den breiten Strand von Daytona Beach. Sehr flach laufen die Wellen auf und hinterlassen einen breiten Surf.

Eine Gruppe von Royal Terns genoss die letzten Strahlen der untergehenden Sonne. Offensichtlich sind sie sich Fussgänger gewohnt, sie liessen mich recht nahe kommen, bevor sie aufflogen. Diese Vögel gefallen mir immer sehr gut, die schwarzen Federn an ihrem Kopf verleihen ihnen ein gewitztes Aussehen.
