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- Kategorie: Atlantik, USA und Mexico 14 - Teil 2 Route 66
Route 66 - Tag 3 - Zuerst eher langweilig, dann beeindruckend
Kurz nach 7 Uhr machte ich mich auf den Weg in Richtung Joplin, einer kleinen Stadt im westlichen Missouri. Zuerst folgte ich für eine gute Stunde der alten Strasse. Da diese aber parallel zum Interstate führte und die Gegend zudem nicht besonders interessant war, wechselte ich auf den Interstate. So kam ich schneller als geplant voran.

Offensichtlich gibt es in dieser Gegend sehr viele Armadillos, Gürteltiere. Lebend sah ich leider kein einziges aber sicher 50 tote am Strassenrand. Während der Nacht werden viele überfahren. Das Bild fand ich im Internet, die Leichen wollte ich nicht fotografieren. Schön sieht zumindest in meinem Buch anders aus, trotzdem hätte mich eine Begegnung mit einem lebendigen Exemplar gefreut.

Ein erstes Drittel der Route 66 ist hinter mir, noch bleiben 1’567 Meilen oder 2’700 km! Zeit bliebt aber noch mehr als genug, auch für einige Umwege.
Mein erstes Tagesziel war Joplin, eine kleine Stadt im Südwesten von Missouri und ein wichtiger Etappenort auf der Route 66.
Joplin wurde am 22. Mai 2011 von einer Katastrophe heimgesucht: Ein gigantischer Tornado zog durch die Stadt, hinterliess riesige Verwüstungen und 162 Tote. Einer der stärksten und teuersten Tornados, die je in den USA wüteten. Diese Gegend liegt in der sogenannten Tornado-Alley, welche häufig von diesen Stürmen verwüstet wird.
Ich machte einige Aufnahmen der Zerstörungen, noch ist nicht alles aufgeräumt. Ohne weitere Kommentare.




Ursprünglich wollte ich in Joplin ein Hotel suchen, da ich aber „zu schnell“ vorankam, änderte ich meinen Plan und fuhr in Richtung Oklahoma weiter.
Ich wechselte den Bundesstaat von Missouri nach Kansas. Die Route 66 führt für 15 Meilen durch die südöstliche Ecke dieses Bundesstaates. Der neue Interstate lässt Kansas ganz nördlich liegen.
Bald schon wechselte der Bundesstaat schon wieder und ich befand mich in Oklahoma.
Nun bin ich in Tulsa, Oklahoma, einer Stadt, die ich morgen früh noch genauer ansehen möchte. Heute war ich dazu zu müde.

Als ich im Hotel ankam näherte sich von Westen ein eindrücklicher Gewittersturm der Stadt, ausser starken Winden sowie einigen Regentropfen geschah aber nichts weiter.
