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- Kategorie: Atlantik, USA und Mexico 14 - Teil 2 Route 66
Der Höhepunkt der Reise liegt hinter mir: 3031 m.ü.M.

Mono Lake ist bekannt für die bizarren Tuff-Formationen, welche früher unter Wasser lagen, aber seit dem Sinken des Wasserspiegels liegen sie offen und sind so den Wettereinflüssen ausgesetzt und teilweise schon stark verwittert. Entstanden sind sie als Ablagerungen von Kalzium-Karbonat aus Quellen unter der Wasseroberfläche. Das Wasser des Sees ist etwa drei mal so salzig wie das Meer und zudem sehr sauer. Bei Wikipedia gibt es mehr interessante Infos zum einzigartigen Ökosystem.
Der Wasserspiegel im See sank stark, seit 1941 viele der Zubringerflüsse für die Bewässerung von Los Angeles in Kanälen abgezweigt wurden. Seit den frühen 90 Jahren des letzten Jahrhunderts steigt der Spiegel langsam wieder an, da damals ein Gericht entschied, dass die Flüsse nicht vollständig umgelenkt werden dürfen. Dieser Prozess ist aber sehr langsam und es wird noch viele Jahre dauern, bis der Wasserspiegel merklich ansteigt.

Mehr Tufa-Strukturen vor den Gipfeln der Sierra, welches das Owens Valley vom Central Valley Kaliforniens trennt. Auf den höchsten Bergspitzen liegt noch etwas Schnee vom letzten schweren Winter.

Von Lee Vining stieg die Strasse stetig an, bis ich bei 3031 m.ü.M. den Tioga-Pass erreichte - den höchsten Punkt meiner diesjährigen Reise in den USA. Die Temperatur lag auch auf dieser Höhe bei knapp 30 Grad! Die Passhöhe ist zugleich auch das Eingangstor in den Yosemite-Nationalpark, meinem heutigen Hauptziel.
Überall im Yosemite gibt es viele Zeugen der Gletscher, welche die ganze Gegend vor vielen Jahren bedeckten. Die meisten der imposnten Granit-Felsen sind rund geschliffen.
Auch diese Felsen legen Zeugnis der glazialen Vergangenheit der Gegend ab. Das Wasser im See ist kalt, aber sehr sauber. Zum Baden lud es heute nicht ein, für mich fehlten mindestens 10 Grad.
Diese Granitplatte ist extrem fein geschliffen. Die kleine Spitze in der Mitte des Bildes wird in späteren Bildern wieder erscheinen. Allerdings liegen zwischen diesem Bild und den letzten ein ganzer Tag im Park; erst kurz vor der Ausfahrt sah ich den Half Dome, das Wahrzeichen des Yosemite nochmals aus der Höhe.
Der Half Dome sieht auch vom Talboden aus imposant aus. Mit dem Feldstecher liessen sich heute Kletterer ausmachen, welche die senkrechte Wand hoch kletterten. Auch aus der Ferne eindrücklich, auch wenn sie mehr wie Ameisen denn wie Menschen aussahen.
Auf meinen bisherigen Besuchen im Yosemite führten die berühmten Wasserfälle kaum je Wasser. Den Yosemite Fall sah ich meist trocken, heute war er aber noch "in Betrieb".
Vom Glacier-Point aus liegt der Half Dome wieder fast auf derselben Höhe, das U-Tal kann seine glaziale Erfahrungen nicht verleugnen. Auch die eine Hälfte des Half Domes wurde von Gletschern weggeschliffen.
Um 18 Uhr fuhr ich aus dem Park weg und suchte mir eine Unterkunft nahe beim Park, da ich morgen nochmals hinfahren will. In der Mariposa Grove gibt es einen Bestand von etwa 500 Sequoias, deren ältesten Exemplare um die 3000 Jahre alt sind. Diesen Bestand sah ich noch nie, da die Grove beim südlichen Ausgang des Parks liegt und der Besuch am Ende eines langen Tages zu viel wäre.
