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- Kategorie: California mit Freunden 16
Pazifik statt Disney-Land für mich
Meine Reisegefährten besuchten heute das Diseny-Land in Anaheim bei Los Angeles. Mich reizte diese Touristen-Attraktion nicht, ich bevorzugte den Pazifik. Zuerst allerdings suchte ich eine Outlet-Mall auf, wo ich einige Einkäufe tätigen wollte. Es blieb jedoch beim Vorsatz, es gab heute für mich nichts zu kaufen. Oft finden sich bei deser Art Mall das eine oder andere Schnäppchen, heute war nur Uninteressantes im Angebot.
Ich fuhr anschliessend ans Meer bei Newport Beach und besuchte zuerst einmal den Pier. Dieser geht auf Stelzen etwa 300 m in den Pazifik hinaus on wo aus der schöne Strand sehr gut sichtbar ist. Die Strände rund um Los Angeles sind hervorragend, leider ist das Wasser jedoch mit etwa 16 Grad eher kühl, für mich auf jeden Fall viel zu kalt. So blieb es beim spazieren am Strand und auf dem Pier. Mit dem iPad setzte ich mich ab und zu auf eine Bank und las alle Zeitungen auf, die sich in den letzten Tagen aufgestaut hatten.
Das Meer war heute recht wild, die weisse Gischt kontrastierte schön zum dunklen Himmel Erst gegen 15 Uhr brannte die Sonne den dichten Nebel weg, dann machte ich mich aber schon wieder auf, meine Gefährten vom Disney-Land abzuholen.
Auch auf dem Pier gab es die für die USA ikonischen Feldstecher, mit denen man den Pazifik und den Strand näher betrachten konnte. Im so prüden Amerika einen Strand beobachten? Ich war erstaunt, dass ich das Fernglas überhaupt in Richtung Strand drehen liess ...
Das Hauptquartier der Lebensretter von Newport Beach war leider auch ohne Sonne. Der starke Wind vom Meer her liess die Landesflagge stark flattern. Sämtliche Fahnen in den USA stehen dieser Tage nach dem schrecklichen Attentat in Orlando / Florida auf Halbmast.
Auf dem Dach eines Hotels in der Nähe unserer Hotels, Familie Imholz in Marina del Rey und ich in Venice Beach, gibt es eine Roof-Top-Bar, wo wir heute unseren Apero genossen. Die Welt sieht mit Sonnenschein doch viel schöner aus, auch wenn man die Sonnenbrille aufsetzen muss! Von hier gab es auch eine fantastischen Ausblick auf die umliegenden Strände.

Das Hotel Erwin ist eines der höchsten Gebäude in dieser Gegend, dank der Terrasse haben die Besucher einen wunderbaren Ausblick. An den Stränden hat es kaum Badende, lediglich einige Wagemutige werfen sich in die Wellen.

In und um Los Angeles ist der Verkehr ziemlich crazy: Die Freeways sind oft 5- oder gar 6-spurig in eine Richtung, trotzdem staut sich der Verkehr oft auf mehreren Kilometern. Die ganz linke Spur in jede Fahrtrichtung ist in Zonen mit viel Stau mit einem ♢ - Symbol gekennzeichnet. Diese nennen sich in den USA meist Diamond-Lanes, hier auch HOV-Lanes. Diese Abkürzung steht für High Occupancy Vehicles, wobei HOV hier schon ab 2 Personen gilt. Die meisten Fahrzeuge sind mit nur je 1 Person belegt. Da die Bussen in Los Angeles bei 341$ beginnen, lassen sich findige Automobilisten offensichtlich einiges einfallen. Hier soll eine als Touristin getarnte Schaufenster-Puppe die Benützung der HOV-Lane erlauben. Ob sich ein Polizist davon täuschen lässt, wage ich zu bezweifeln.
