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Aerial Tramway - eine der Attraktionen von Palm Springs
Heute war der Himmel am Morgen bedeckt und die Sonne zeigte sich zuerst überhaupt nicht. Ich beschloss deshalb, nicht in den Nationalpark zu fahren, sondern eine andere Attraktion von Palm Springs zu besuchen.
Mit einer Länge von 3’895 m steigt die Aerial Tramway von der Bodenstation bei Palm Springs auf 806 m.ü.M. bis auf 2’597 m.ü.M. hoch. 1963 wurde die Bahn eröffnet, sie wurde von Von Roll erbaut, aber 2001 von einer deutschen Firma umgebaut. Sie verfügt nun über eine rotierende Kabine, die über insgesamt 5 Stützen an ihr Ziel kommt. Die eher kindisch veranlagten Amis kreischen bei jeder Stütze wie kleine Schulkinder, aber sie freuen sich! Maximal finden in der Kabine 80 Personen und ein Kabinenbegleiter Platz. Das Leergewicht beträgt 10 t, voll beladen dürfen es maximal 16.2 t sein. Macht also pro Passagier gerade mal 76 kg. Wie das gehen soll? Hoffentlich wurde bei der Berechnung des Maximalgewichtes eine grosse Sicherheitsmarge eingerechnet.
Auf der Fahrt zur Bergstation gibt es immer wieder einen guten Blick hinunter ins Tal. Hier ins tief eingeschnittene Tal.
Der Blick hinunter auf Palm Springs, oder zumindest auf einen Teil davon. Die Bergstation befindet sich auf der pazifischen Platte, die gegenüberliegenden Berge sind auf der kontinentalen Platte. Am gegenüberliegenden Rand der Ebene verläuft der St. Andreas-Graben, der die beiden Platten trennt. Eine grosse Gefahr für Kalifornien, da hier grosse geologische Spannungen entstehen, die sich ab und zu über gigantische Erdbeben entladen. In einigen Millionen Jahren wird Los Angeles gegenüber San Francisco zu liegen kommen. Allerdings werde ich das wohl nicht mehr erleben. Ich war schon zufrieden, dass ich die Spalte heute ruhig verhielt.
Auf einem kleinen Pass westlich von Palm Springs gibt es eine gigantische Windanlage, Etwa 4’000 Windräder erzeugen hier Strom. Dieser soll für den gesamten Stromverbrauch von Palm Springs und des ganzen restlichen Coachella Tales ausreichen. Es macht sicher Sinn, den Wind zu ernten, der hier zu allen Jahreszeiten sehr stark bläst. Mich erstaunt aber, dass im ganzen Tal praktisch keine Sonnenenergie-Anlage installiert ist. Kaum je Fotovoltaik, aber auch keine Warmwasser-Anlagen. Diese wären in diesem Klima und bei diesem Sonnenschein problemlos einsetzbar. Doch leider ist das Energie-Bewusstsein hier noch nicht gross verbreitet. Seit das Öl so billig ist, fahren hier wieder vermehrt grosse 8-Zylinder-Vehikel herum, die sicher gut und gerne 20 l / 100 km schlucken. Der Liter kostet zur Zeit knapp 80 Rappen …
1965 wurde dieses Gebäude als Tankstelle am Ortseingang von Palm Springs eröffnet. Nun dient es als Visitor-Center und begrüsst die Besucher in der Stadt.
Zum Abschluss meines Aufenthaltes besuchte ich ein bekanntes Deli in Palm Desert, eine Filiale des Originales in Palm Springs.
