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Sigiriya, Dambulla und eine Elefantensafari

Bereits am Vorabend in Colombo buchte ich einen Transport zu unserem Hotel in Sigiriya, unserem Aufenthaltsort für die nächsten fünf Tage. Der UBER Fahrer wartete wie vereinbart Punkt 10 Uhr vor dem Hotel und bald schon ging die Fahrt los. Das Chärreli war zwar klein, doch auch mit unserem Gepäck bot es noch genügend Platz, sodass wir bequem sitzen konnten.

Unser Hotel lag abseits der Hauptstrasse inmitten von Reisfeldern. Zwar mussten wir so jeweils knappe zwei Kilometer über eine schlechte Naturstrasse fahren, doch als Belohnung lag die Anlage in einer absolut ruhigen Gegend.
Zum Reis in Sri Lanka noch einige interessante Facts: In den meisten Gebieten wird dreimal jährlich geerntet. Ein Fahrer erzählte uns, dass seine 4-köpfige Familie jeden Tag Reis isst: 500 g zum Frühstück, 500 g zum Mittagessen und dann noch 700 g zum Nachtessen. Diese 1.7 kg täglicher Konsum ergeben 620 kg / Jahr! Dafür werden kaum Brot oder Teigwaren gegessen. Sein Vater baut auf seinem Feld pro Jahr 2.5 t Reis an, was übrig bleibt, wird verkauft.

Einer der touristischen Höhepunkte Sri Lankas ist die Festung auf dem sogenannten Lion Rock in Sigiriya. Ich konnte den nur aus der Ferne fotografieren, da man nur noch näher hinkommt, wenn man den Felsen besteigt. Die 1200 Treppen wären für mich unmöglich. Also blieb es bei diesem Bild.

In der Gegend gab es noch einige buddhistische Tempel, einen davon sahen wir uns noch an. Wie meist steht eine grosse Buddha-Figur im Zentrum.

Rund um die zentrale Statue gab es hier viele Mönchsfiguren, welche andächtig den Worten des Meisters lauschten. Bei unserem heutigen Besuch waren ihre Gewänder rot gemalt, bei meinem letzten Besuch noch golden.

Extra für Ruth wurde einer der Mönche blau eingefärbt. Woher die Sri Lanker wohl ihre Lieblingsfarbe kennen?
Den nächsten Tag verbrachten wir wieder mit einer Tempelbesichtigung. Dambulla ist eine kleine Stadt, die nur wenige Kilometer südlich unseres Hotels lag. Dort lebten offenbar schon vor etwa 2700 Jahren Menschen in den Höhlen. Die ersten Tempelanlagen entstanden schon etwa 300 Jahre vor unserer Zeitrechnung und waren schon damals eine der wichtigsten buddhistischen Anlagen in Sri Lanka. Das Kloster funktioniert noch heute.

Die einzelnen Tempel wurden unter den Felsen gebaut. Die weisse Farbe der Bauten kontrastiert schön mit dem umliegenden Fels.

In kleinen Wasserbecken stehen Lotuspflanzen, welche aktuell leider nicht blühen.

Hier wurde der natürliche Fels in die 'modernen' Bauten integriert.

Insgesamt soll es in den 5 Tempeln 153 Buddha-Statuen geben. Dazu noch unzählige gemalte Figuren. Viele Könige haben während ihrer Regierungszeit hier eigene Figuren gespendet. Ein kleiner Chedi steht hier mitten im Tempel.

In einer sehr schmalen Felsnische ruht sich ein schlafender Buddha aus.

Weitere Figuren und Malereien gab es in diesem Raum.

An der Decke gab es in dieser Höhle schöne Malereien und selbstverständlich wieder viele Statuen des Meisters.

Eine Dame widmete sich der Restauration des Sockels dieser Statue. Die Bemalung war im Laufe der Jahre verblasst, sie erneuert sie nun mit einem feinen Pinsel.

Als Bernerin fühlte sich Ruth in dieser Laube schon fast zu Hause. Ein Foto musste desgalb sein. Geschäfte gab es hier aber keine.

Unterhalb der Felsentempel hat ein reicher Sri Lanker ebenfalls einen Tempel gestiftet. Er nannte ihn Golden Temple.

In den Bäumen rund um die Anlage gab es einige Affen, einen Jüngling erwischte ich beim Lunch. die Art der Macaca Sinica (Ceylon Hutaffe) ist hier weit verbreitet.

Auf der Rückfahrt wollte ich unseren TukTuk Fahrer bitten, noch bei einem Fruchtstand anzuhalten, damit wir etwas kaufen konnten. Dank Google Translate klappte das hervorragend. Google kennt sogar die Chrügeli-Schrift! Und wir kamen zu unserem Snack.

Am nächsten Tag buchten wir im Hotel einen Ausflug in den Hurulu Eco Park, der wiederum nur etwa 20 km entfernt war. Dort sollten wir Elefanten sehen. Das Erste, was wir zu Gesicht bekamen, war ein Bienenstock an einem Baum. Rund um das Flugloch herrschte emsiger Flugverkehr.

Einen Elefanten sahen wir ebenfalls, allerdings nur im hohen Gras. Aber immerhin.

Ein grosser Granitfels ragte über die Landschaft hinaus, ganz oben gab es eine Aussichtsplattform, die wir selbstverständlich besuchen wollten.

Von oben gab es eine schöne Rundsicht über den Park. Dieser Park ist nur einer von vielen in dieser Gegend, je nach Jahreszeit soll es hier einige hundert Elefanten geben. Heute waren sie gut versteckt.

Schliesslich fuhren wir noch zu einem kleinen See, wo es schöne Spiegelungen der abgestorbenen Bäume im Wasser gab.

Auch hier muss eine Buddha-Statue sein.