- Details
- Kategorie: Canarias 21
Fuerteventura - Eine Rundfahrt in der Mitte der Insel
Wir wollten uns nach dem Norden und dem Süden noch die Mitte von Fuerteventura ansehen und dort einige der Sehenswürdigkeiten besuchen. Dazu suchte ich ein Hotel in Caleta de Fuste, etwas südlich der Inselhauptstadt Puerto del Rosario. Dies ist zwar eine reine Retortenstadt für die Touristen, ist aber gleichzeitig ein guter Ausgangspunkt für unsere Erkundungen.

Einen ersten Stopp legten wir in Gran Tarajal ein, der dritt-grössten Stadt auf Fuerteventura. Hier gibt es nur sehr wenige Touristenunterkünfte, obwohl ein schöner Strand direkt vor der Stadt liegt. Sogar ein Lebensretter ist hier anwesend, wenn die Leute am Baden sind. Heute war das nicht notwendig.

Pippi Langstrumpf ist hier allgegenwärtig. Direkt beim Strand begrüsst ihre Figur die Besucher. Wir liessen sie zuerst einmal links liegen, da wir einen Kaffee brauchten.

Auch in Gran Tarajal gibt es viele Murals, hier eines mit Pippi sowie ihrem Tüpfelmuster. In vielen Dörfern gibt es Wandmalereien, kaum jedoch die bei uns verbreiteten Sprayereien.

Eine kurze Rundfahrt brachte uns in die Gegend von Antigua, einer kleinen Stadt im Zentrum der Insel. Die hiesige Landschaft erinnerte mich stark an meine Reisen in Marokko. Die Gegend südlich des Atlasgebirges sieht oft ähnlich aus. Palmenoasen vor kahlen Bergen, dazwischen einige Felder, auf denen Landwirtschaft betrieben wird.

Die Dorfkirche von Antigua gleicht vielen anderen sakralen Bauten auf der Insel. Weisse Wände und Lavasteine an den Türmen und Torrahmen.

Ein Aussichtspunkt über die nördliche Insel zeigt eine Plastik, welche die Ureinwohner der Insel versinnbildlicht. Diese wurden von den Spaniern bei ihrer Ankunft weitgehend ausgelöscht.

Ein weiteres Beispiel einer landestypischen Kirche. Die Eremita de Santa Inés liegt etwas ausserhalb der gleichnamigen Ortschaft. In dieser Eremita wurden offenbar im 16. und 17, Jhdt. jeweils am Jahrestag der Ines per Los zwei Gemeindeverwalter bestimmt.

Eine für einmal etwas andere Kirche, die Santa Ana-Kirche in Casillas del Ángel. Hier ist die ganze Front aus dunklem Lavagestein erbaut, die Seiten wiederum sind weiss. Wer nun denkt, ich hätte nur Kirchen fotografiert, liegt teilweise richtig. Es gibt sehr viele davon und in den Ortschaften auf dem Land gibt es sonst nicht allzu viel zu sehen. Und immer nur Strände sind ja doch auch eher langweilig.

Zum Abschluss noch ein typisches Haus, welches nichts mit einer Kirche am Hut hat. Zwar steht es nahe der Santa Kirche, doch ist es ein reines Wohnhaus.

Auf dem Dorfplatz steht eine Plastik eines lokalen Künstlers, welche eine Campesna, eine Bäuerin darstellt. Sie erntet Kartoffeln, welche auf den Kanaren zu nahezu jedem Essen serviert werden. Meist in der Form der Papas arrugadas, den geschrumpelten Kartoffeln. Diese werden im Salzwasser - ursprünglich wohl Meerwasser - so lange gekocht, bis das Wasser verdunstet ist und sich eine feine Schicht aus Salz auf den Kartoffeln gebildet hat.
