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- Kategorie: Canarias 21
Spaziergänge in Santa Cruz de La Palma
Am Montag flogen wir von Fuerteventura nach La Palma, mit einer kurzen Zwischenlandung im Norden von Teneriffa dauerte der Flug insgesamt etwas mehr als eine Stunde. Trotzdem ist der Tag mit der Fliegerei gelaufen. Abgeben des Mietautos, ein neues Auto übernehmen und im Hotel einchecken lassen nicht mehr sehr viel Zeit. Am Dienstag war das Wetter am Morgen nicht sonderlich gut, die Temperatur lag bei etwas über 20°, doch der Himmel war bewölkt. Wir liessen es deshalb langsam angehen und fuhren erst gegen Mittag in die nahegelegene Inselhauptstadt.

Die Innenstadt ist weitgehend autofrei, zwei längere Strassen sind Fussgängerzonen mit vielen Geschäften. Die meisten waren heute geöffnet, auch Restaurants und Bars sind weitgehend offen. La Palma ist zur Zeit bezüglich des Corona-Virus sehr gut aufgestellt, die Insel bildet zusammen mit der kleineren Insel El Hierro das in Spanien am besten dastehende Gebiet. Ausser der Maskenpflicht merkt man wenig von der Pandemie. Leute sind aber auch hier eher wenige auf den Strassen.

Am Eingang zur Fussgängerzone gibt es an einem Haus ein altes Plakat, welches für Kali-Dünger aus Chile wirbt. Mittlerweile ist dieser Dünger nicht mehr aktuell, doch das Plakat erinnerte uns an unseren Besuch in der Atacama-Wüste in Chile im November 20.

Ruth’s Lieblingsfarbe wird hier häufig an Häusern eingesetzt. Das Geschäft war ein Juwelier, der leider - oder zum Glück, je nach Standpunkt - heute geschlossen hatte.

Noch mehr Blau dazu andere, schön restaurierte Häuser. Die Altstadt ist sehr gut im Schuss, die Häuserzeilen der Innenstadt sind allesamt adrett renoviert. Das Stadtbild ist über weite Strecken intakt und die meisten Häuser haben noch die alten Fenster. Schön anzusehen, aber sind sie auch praktisch und isolieren sie gut?

Wir waren am Dienstag recht spät unterwegs, viele Geschäfte schliessen bereits und 13 Uhr oder 14 Uhr und öffnen erst wieder um 17 Uhr. Dazwischen läuft nicht viel und die Türen sind verrammelt.

Artesanias sind Kunsthandwerk, welche hier als Souvenirs verkauft werden. Selbst die mutige Farbgebung macht die kleinen Zimmer auf den Etagen nicht viel grösser. Die Betten kann man vermutlich nicht quer in den Raum stellen.

An diesem Schaufenster gefiel mir der Spruch. Das Geschäft verkauft allerlei Kräuter und Heilpflanzen und wirbt mit dem Slogan „Malayerba nunca muere“ oder „Unkraut verdirbt nicht“.

Einfach zwei hübsche Häuschen mit entsprechender Farbgebung an einer sehr steilen Strasse.

Von einem Besuch bei einer geschlossenen Kapelle in der Oberstadt führte uns eine Treppe wieder hinunter in die Fussgängerzone. Der Boden ist nicht einfach geteert, es sind hunderte von flachen, runden Steinen in den Boden eingelassen und bilden so ein interessantes Muster. Zur Zeit des Baus des Weges spielte die Zeit wohl nicht so eine grosse Rolle. Es hatte noch Platz für „unnütze“ Dekorationen.

Auch in vielen Hauseingängen gibt es immer wieder hübsche Muster. Nicht einfach einfarbige Keramikplatten werden einfallslos aufgeklebt, es müssen schon interessante Motive her.

Der Hauseingang vom vorherigen Bild erinnerte in der Vergangenheit wohl immer wieder Leute an ihre biologischen Bedürfnisse. Dieser Zettel soll sie davon abhalten. Lösen solche Plättli bei den Touristen einen Urindrang aus? Widerlich.

Entlang des Paseo maritimo, der hier leider eine vielbefahrene Strasse ist, stehen aber einige wunderschöne Häuser mit Holzbalkonen. Blaue für Ruth, daneben aber auch viele andere Farben für Leute wie mich.

Hier wohnt offenbar eine Blumen liebende Person.

Auch bei diesem Haus braucht das tägliche Wässern der Pflanzen sicher viel Zeit.

Ein weiteres Ruth-Haus in der Altstadt, oberhalb einige der neuen, gesichtslosen Gebäude mit Wohnungen.

Sogar ein Restaurant hat viele Blumen, selbst wenn es Restaurante Piccolo heisst.

In einer warmen Ecke zwischen Häusern wächst ein Drago, dem offenbar die wenige Erde ausreicht.

Zum Schluss unseres Besuchs in Santa Cruz noch ein Blick aus unserem Hotelzimmer auf die Stadt. Im Vordergrund liegt eines der vielen Lavafeldern in dieser Gegend. Auf La Palma fand der letzte Vulkanausbruch erst 1971 statt, allerdings nicht in dieser Gegend, sondern im Süden der Insel.
