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- Kategorie: Costa Rica 22
Abschied vom Pazifik, Fahrt in den Norden
Die letzten beiden Tage verbrachten wir an einem schönen Strand bei Punta Leona und genossen noch die letzten paar Schwimmgelegenheiten im warmen Pazifik. Ich publiziere keine Bilder davon, ein Strand ist ein Strand, und das Meer sieht überall mehr oder weniger gleich aus. Im Unterschied zu vielen anderen Stränden gab es hier aber viel weniger Wellen und das Baden im Meer war deshalb einfacher.
Heute früh hiess es jedoch aufbrechen, wir wollten knappe 140 km nach Norden fahren. Morgen Samstag geht es dann noch weiter in den Norden zu einem Park mit vielen Wasservögeln, wo wir eine längere Cruise machen wollen.

Als wir vorgestern von unserem letzten Ort nach Punta Leona fuhren, fiel mir dieses Strassenschild ins Auge. Eine Quebrada ist eine Schlucht oder ein Bach und escandalosa ein Adjektiv mit verschiedenen Bedeutungen. Unter anderem bedeutet es auch laut, kann aber durchaus auch skandalös bedeuten. Wie dem auch sei, mir gefiel der Name.

Skandalös würde in diesem Fall eigentlich gut passen, liegt dieser Bach doch inmitten von Palmöl Plantagen und einer grossen Fabrik, wo das Palmöl aus den Früchten extrahiert wird. Eine ziemlich stinkende Angelegenheit.

Knapp 10 cm misst diese Schrecke, welche zu den Kurzfühler-Schrecken (Tropidacris cristata) gehört. Ein hübsches Tier, wenn es einzeln auftritt, in Massen sind diese Dinger allerdings eine Katastrophe. Eine ganze Industrie träumt zeitweise davon, aus solchen Insekten für den menschlichen Verzehr geeignete Proteinnahrung herzustellen. Irgendwie ein grauslicher Gedanke, doch wenn ich mir Crevetten und Hummer vorstelle, die ich sehr wohl mag und schätze, ist es vermutlich nur eine Frage der Einstellung. Die nachfolgenden Generationen werden sich wohl mit solchen Gedanken anfreunden müssen.

Bei unserem Hotel gab es ein Gehege mit Schmetterlingen, eine Art Papillorama im Kleinformat. Sehr viele unterschiedliche Arten gab es jedoch nicht. Dieser hübsche Schmetterling ist gemäss meiner App ein Hamadryas amphinome. Etwa 5 cm von Flügelspitze zu Flügelspitze ist dieser Falter.

Dieser Caligro telamonius gehört zur Gattung der Bananenfalter, er sitzt passenderweise auch gerade auf einem Bananenstrunk. Die Tarnung dieses etwa 7 cm grossen Falters ist perfekt.

Beim Nachtessen im Hotel erhielten wir immer wieder Besuch von Waschbären, Racoons, welche um Essen bettelten. Ab und zu verliehen sie ihren Forderungen auch mit den Pfoten Nachdruck oder stupsten mir der Nase an mein Bein. Es gab aber nichts, von unserem Tisch musste er hungrig ins Bett.

Kurz vor Puntarenas gab es für uns noch einen letzten Blick auf den Pazifik, am linken Bildrand ist noch die Südost-Spitze der Halbinsel Nicoya zu erkennen.
