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- Kategorie: Winterreise 15 / 16 - Zweite Etappe - Namibia
Los gehts!

Noch vor dem Frühstück packten wir unser Fahrzeug, damit wir zeitig losfahren konnten. Vor uns lagen gut 400 km bis zu unserem ersten Etappenort, dem Wolwedans Dune Camp.

Bereits nach wenigen km war es soweit, der Teerbelag endete und die Piste begann. Für die meiste Zeit der nächsten knapp drei Wochen wird dies nun so sein.

Unser Wohltäter liess jedoch nicht lange auf sich warten, eine Planierraupe war daran, die Piste so genannt abzuziehen: Die schlimmsten Stellen mit Wellblech werden ausgeebnet. Insgesamt ist der Zustand der Pisten recht gut und meist kann man mit zwischen 80 und 100 km/h fahren. Das einzige Problem ist der feine Staub, der durch alle Ritzen eindringt und alles mit einem Schleier überzieht.

Etwa in der Mitte der Fahrt liegt eine kleine Ortschaft mit dem treffenden Namen Solitaire. Hier ist es einsam, doch jeder Namibia-Reisende kennt den Namen.

Eine Tankstelle, ein Restaurant, eine kleine Lodge sowie saubere Toiletten sind einige der Angebote.

Weitaus bekannter ist jedoch der Apfelkuchen, welchen hier Andrea und Christoph geniessen.

Nach Solitaire wurde die Landschaft immer schöner. In der kargen Vegetation dient jeder Baum als Befestigungspunkt für die Nester der Webervögel. Diese kleinen, eher unscheinbaren Piepser bauen richtige Mehrfamilienhäuser, welche von ganzen Schwärmen bewohnt werden.

Ein Vertreter der für Namibia typischen Oryx-Antilopen nutzt einen der wenigen Bäume als Schattenspender für seinen Nachmittagsnickerchen.

Eine Manguste beäugte uns misstrauisch, weit entfernte sie sich nicht vor ihrem Wohnloch, so dass sie jederzeit verschwinden konnte, wenn die Situation dies erfordert hätte.

Nach 8 Stunden Fahrt erreichten wir unser Ziel, das Wolwedans Dunes Camp, ein luxuriöses Zeltcamp im Niemandsland. 10 Zelte für jeweils zwei Personen sowie ein zentrales Gebäude mit Restaurant.

Kurz vor Sonnenuntergang sind die Farben der Landschaft am intensivsten. Die Rottöne des Sandes werden von den gelblichen Grasbüscheln unterbrochen und der blaue, wolkenlose Himmel überspannt die leere Landschaft.
