- Details
- Kategorie: Winterreise 15 / 16 - Zweite Etappe - Namibia
Gen Süden in unbekanntes Territorium
Auf unserer letzten Reise in Namibia war das Wolwedans Camp die südlichste Station, nun soll es noch viel weiter in den Süden gehen.
Zuerst machten wir am Morgen jedoch nochmals einen Gamedrive, diesmal in ein für alle unbekanntes Gebiet.
Als erstes hiessen uns die Oryx in ihrem Wohngebiet willkommen. Die jungen Oryx haben kurze, dünne Hörner, welche sie wie kleine Teufelchen aussehen lassen.
Herunga, unser Führer, stoppte bei einer Düne und kramte ein grosses Magnet aus seinem Fahrzeug. Damit strich er über die Düne, dort wo ein leichter schwarzer Schimmer zu sehen war. Sofort blieben viele ganz kleine, schwarze Eisenpartikel hängen. Auf Andreas Hand vollführten diese interessante Tänze, als Herunga mit seinem Magnet unter Hand herum fuhr.
Beinahe am südlichen Wendepunkt unseres Gamedrives trafen wir auf eine grössere Zebra-Herde, welche das kärgliche Grass noch frassen. Dick werden sie davon wohl kaum.
Dank der Streifen der Tiere musste ich hier zweimal hinsehen, um zu bestimmen, wieviele Zebras hier vor meiner Linse waren.
Trockenes Gras soweit das Auge reicht. Die goldgelbe Farbe ist für den Fotografen ein Geschenk, die Tiere hätten wohl lieber das saftige Grün einer Schweizer Alp. Nur wissen sie nichts davon und wenn die Regen einsetzen, wird es auch hier wieder grün.
In der Nähe eines Wasserlochs trafen wir auf eine Gruppe von Oryx und Springbock, von welchen wir sicher noch viel mehr sehen werden.
Die Pisten im Park sind meist sehr gut befahrbar, die Besucher dürfen nicht mit ihren eigenen Fahrzeugen unterwegs sein, lediglich die angestellten Fahrer sind dazu befugt. Sie müssen sich zudem an die Wege halten, es darf nie von der Spur abgewichen werden. So bleibt die dünne Vegetationsdecke so weit wie möglich intakt.
Unterwegs zu unserer nächsten Unterkunft sahen wir immer wieder einzelne Köcherbäume, einen so dicht bewachsenen Bergrücken allerdings nur einmal.
Unsere heutige Unterkunft liegt in einem Talkessel, welcher von mächtigen Granit Felsen eingefasst ist. Auch hier nur wenig Vegetation. So weit von jeder Zivilisation weg, ist es sicher sehr ruhig.
