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- Kategorie: Winterreise 16 / 17: Vierte Etappe - Cambodia 17
Viel zu Fuss in Phnom Penh
Nach einem fast ganzen Tag in der Stadt kamen heute gut 8.5 km zusammen, welche ich zu Fuss zurücklegte. Ich wollte mir zuerst den Königspalast in der Nähe meines Hotels ansehen und dann noch den Zentralen Markt sowie einen Tempel auf einem Hügel besuchen.

Quasi auf der anderen Strassenseite meines Hotels liegt der Tempel Wat Botum Vathey, eine recht wichtige buddhistische Anlage. Ich besuchte den einen der neueren Tempel.

Das Innere der Anlage ist relativ einfach gehalten, eine schöne Buddha-Figur und dazu viele Malereien mit Motiven aus der Geschichte Buddhas.

Eine Umfassungsmauer war wunderbar verziert. Stilisierte Wagenräder schmückten die Nischen.

Bei mir steht schon bald ein Besuch beim Coiffeur an, doch so einfach an der Strasse wollte ich mir die Haare dann doch nicht schneiden lassen. Der Coiffeurstuhl sieht auf jeden Fall schon mal sehr professionell aus. Stromanschluss gibt es keinen, hier wird mit der Schere geschnitten.

Die nächste Station war der Königspalast. Auf dem Weg zum Palast wollten mir immer wieder Tuk-Tuk-Fahrer vom Besuch abraten. Der Palast sei bis 14 Uhr geschlossen und sie würden mir gerne zuerst andere Sehenswürdigkeiten der Stadt zeigen. Die Touristensaison ist am auslaufen, für die Fahrer gibt es deshalb nicht viel Arbeit. Sie versuchen mit allerlei Tricks, Fahrgäste zu finden. Lügen sollten aber nicht dazu gehören. Der Palast war ganz normal geöffnet und ich konnte mein Besuchsprogramm wie geplant absolvieren.

DieTreppen, welche zur grossen Halle hinaufführen, sind mit diesen sieben-köpfigen Schlangen verziert. Auf der rechten wie auch auf der linken Seite der Treppe wacht je ein Löwe.

Die kleinen Schäfchenwolken am Himmel wirken heute gerade sehr schön als Kontrast zum Palast. Von denen geht auch keine Gefahr von Regen aus.

In der Anlage gibt es eine Miniatur-Ausgabe des grossen Tempels von Angkor Wat, die eine gute Übersicht über jene Anlage gibt. Im Original ist sie,aber doch noch imposanter.

Eher ungewohnt ist der Anblick dieser Stupa, welche aus Beton gemacht zu sein scheint. Erstaunlicherweise trägt sie überhaupt kein Gold. Die meisten anderen Stupas sind nahezu vollständig vergoldet. In dieser Stupa werden die Aschen der Grosseltern des heutigen Königs aufbewahrt.

Eine etwas andere Ansicht der Krönungshalle im Palast. Einzelne Teile der Anlage sind für die Besucher gesperrt, der König wohnt in der Anlage und seine Wohn-Gemächer sind für Besucher tabu. Es gibt in der Anlage noch ein Gebäude, welches dem König vom französischen Kaiser Napoleon II gespendet wurde. Diese ist aber zur Zeit unter Planen verdeckt, es muss restauriert werden.

Der zentrale Markt wird heute nur noch für den Verkauf von Textilien, Schmuck und Souvenirs verwendet. Die Anlage selber ist ein riesiger Dom, der durch seine spezielle Konstruktion im Innern für angenehme Temperaturen sorgt.

Die Wände sind weitgehend durchlässig, so dass die Luft problemlos zirkulieren kann. Die Öffnungen sorgen zudem für ein schönes Licht unter der Kuppel.
Nach dem Besuch eines letzten Tempels machte ich mich auf den Rückweg zum Hotel und nach einer kurzen Dusche suchte ich mir ein gutes Restaurant, welches ich ganz in der Nähe meines Hotels fand.
