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- Kategorie: Winter 19 / 20: Chile - Teil II
Salar de Atacama, Laguna de Chaxa
Der Salar de Atacama ist mit einer Ausdehnung vom 3051 km2 der grösste Salzsee in Chile. Die Kernzone hat eine Oberfläche von 1100 km2 und reicht bis 1.7 km in die Tiefe! 90% davon sind reines Kochsalz, NaCl. Lithium, Kalium und Magnesium finden sich ebenfalls darin.

Der Salar war heute auf unserem Programm. Die Laguna de Chaxa ist ein Oberflächengewässer, in dem sich viel Futter für die Flamingos befindet. Dementsprechend gibt es hier eine grössere Anzahl dieser wunderbaren Vögel. Im flachen Wasser der Lagune spiegeln sich einerseits die Vulkane der Andenkette und andererseits die hohen Wolken, welche sich heute über den Bergen bildeten.

An einer anderen Stelle sieht das Wasser völlig anders aus. Grünliche Algen bildeten sich im Wasser.

Ein Blick in Richtung Andenkette weg von der Wasserfläche zeigt die typische Salzkruste, die hier eher braun als weiss ist. Im Salz an der Oberfläche sind viele andere Mineralien enthalten, welche von den gelegentlichen Regenfällen aus den Bergen in die Pfanne gebracht werden. Wenn das Wasser verdunstet, bleiben die schmutzigen Rückstände auf dem Salz liegen.

Es gab heute einige Flamingos in der Lagune, nicht ganz so viele wie eigentlich erwartet, doch die Vögel halten sich eben nicht an meine Vorstellungen. Auf dem blauen Wasser vor dem Hintergrund eines hohen Vulkans sehen sie trotzdem hübsch aus.

Ein Vogel-Paar ist in trauter Eintracht am Filtern des Wasser nach ihrem bevorzugten Futter.

Im Visitor-Center steht ein Aquarium mit den kleinen Krebsen, welche das bevorzugte Futter der rosa-roten Vögel sind. Indem die Flamingos den Schlamm mit den Füssen aufwühlen, werden die Kerbe aufgescheucht und landen dann im Schnabel der Vögel. Dieses Futter verhilft den Flamingos zu ihrer intensiven rosa Färbung.

Wenn viele Vögel gleichzeitig im Schlamm stochern, hinterlasse sie diese schwarzen Spuren im Schlamm. Eine interessante Zeichnung, welche von den Beutezügen der Vögel Zeugnis ablegt.

Ein einzelner Flamingo mit dem typischen Schnabel der hiesigen Variante. Der Schnabel-Ansatz ist gelb und die Spitze tiefschwarz. Die rosa Färbung der Halses und der Flügel machen das typische Bild der Vogelart perfekt.

Wir sahen heute nicht nur Flamingos, auch dieser Vertreter der Sand-Piper begrüsste uns. Die Sand-Piper sind Zugvögel, im Sommer der Nord-Halbkugel leben sie in Kanada, den Nord-Winter verbringen sie hier in der Atacama-Wüste. Eine beachtliche Flugleistung für einen so klein Vogel!

Ruth entdeckte diese Echse, einen Fabio’s Lazard. Er lebt am salzigen Wasser und trocknet sich hier gerade auf einem Stein in der wärmenden Sauce.

Einer der grossen Vulkane in diesem Teil der Andenkette zeigt sich hier in seiner ganzen Grösse.

Schliesslich wollten wir die noch die Ruinen einer Inka-Siedlung besichtigen. Diese war jedoch nicht zugänglich, lediglich von einem Aussichtspunkt aus hätte sich ein guter Blick ergeben, dieser wäre jedoch vom Parkplatz aus eine knappe halbe Stunde entfernt und dies erst noch auf einem sehr steilen, unbefestigtem Weg. Wir liessen es deshalb bleiben und schossen ein Bild der Anlage von der Strasse aus.
