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- Kategorie: Winter 19 / 20: Australien
Nach Kalbarri mit einem kleinen, aber lohnenden Umweg über die Hutt Lagoon
Unsere nächste Station hiess heute Kalbarri, der Hauptort im gleichnamigen Nationalpark. Auf unserer heutigen Strecke lag der Küsten-Teil des Parks, die Inland-Gebiete werden wir morgen erkunden.

Die Gegend nördlich von Geralton ist Weizen-Country, die Felder sind aber bereits vollständig abgeerntet, nur noch Stoppeln ragen Aus dem Boden. Die Landschaft wirkt so über weite Strecken eher leer und unrasiert. Der Wind fegte heute einmal mehr ungebremst über den Boden und ständig hatten wir Staub in den Augen.

Die Hutt-Lagoon bei Port Gregory wird aus offensichtlichen Gründen auch Pink Lake genannt. Die Farbe wird von einer Alge erzeugt, welche das extrem salzige Wasser gut erträgt. Die Dunellia salina genannte Alge ist die Basis für viele Lebensmittelfarbstoffe, auf der anderen Seeseite hat die deutsche Firma BASF ein Werk, wo die Farbe extrahiert wird. Auf einer Webseite las ich, dass der Farbstoff auch für Lippenstift eingesetzt wird.

Die weisse Farbe wird von den Salzen im Wasser erzeugt, zur Zeit ist der Wasserstand sehr tief, so dass grosse Flächen des Sees trocken liegen.

Noch etwas Pink zum Abschluss, der Pink Panther hat vermutlich mal hier gebadet und so seine Farbe bekommen.

Die Fahrt entlang der Küste ist erst auf den letzten Kilometern interessant: Der Kalbarri-Nationalpark schützt hier einige spektakuläre Felsformationen. Darunter auch die Brücke, welche das Meer aus dem Kalk herausgefressen hat. Heute war der Wind so stark, dass ein Fortkommen zu Fuss sehr schwierig war, ich liess meine Brille in der Tasche, ich befürchtete, dass sie mir weggewindet würde.

Der einzeln im Wasser stehende Fels wird Island Rock genannt. Dieser war einst wie der Fels auf dem vorherigen Bild mit dem Festland verbunden. Im Lauf der Zeit bildete sich eine Brücke, welche irgendwann einbrach und den Fels als Solitär im Meer zurückliess.
