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- Kategorie: Winterreise 14 / 15 - 1. Etappe Südamerika
Viel Farbe am Pazifik - Valparaiso
140 km Strasse trennen Santiago von Valparaiso, der grossen und wichtigen Hafenstadt am Pazifik. Etwas mehr als 2 Stunden Fahrt auf einer ausgezeichneten Autobahn mit wenig Verkehr brachten mich kurz vor Mittag nach Valparaiso. Ich konnte in meinem Hotel einchecken und das Gepäck dort einstellen. Mein Auto liess ich dort stehen, da die Stadt mit dem fahrbaren Untersatz ohnehin nur sehr schlecht zu besichtigen ist - kaum Parkplätze und enge, steile Strassen machen dies nicht wirklich zu einem spassigen Erlebnis.

Valparaiso liegt an einem Abhang, die meisten Häuser kleben richtiggehend an den steilen Hängen. So auch mein Hotel, welches über eine schöne Meersicht verfügt. Das Haus wurde aus Holz gebaut und aussen mit einer Art Wellblech verkleidet, eine Bauart, welche in Valparaiso öfter zu finden ist.

Vom Hügel aus, auf welchem mein Hotel steht, führt ein Funicular, eine Standseilbahn direkt an den Fuss des Hügels an die Hauptstrasse. In Valparaiso gibt es eine Vielzahl solcher Funiculares, dank welcher die oben an den Hängen klebenden Stadtteile gut erreichbar sind.

Ein interessantes Gebäude steht gleich neben der Talstation des Funiculares. Mit erinnert dies an das Flatiron-Building, das Bügeleisenhaus, in New York. Nicht ganz so hoch und auch nicht ganz so viel Verkehr wie dort. Hinweis: Ich habe eine Pause zwischen zwei Grünphasen abgewartet, bevor ich auch den Auslöser drückte.

Ein Platz im Zentrum wird von einem älteren Haus beherrscht, die beiden hohen Palmen bilden einen guten Akzent im Bild. Aus meiner Position war es nahezu unmöglich, alle Linien einigermassen gerade ins Bild zu kriegen, dazu hätte ich mich mitten in die viel befahrene Strasse stellen müssen und dazu fehlte mir der Mut. Zudem wären dann noch mehr schwarze Leitungen im Bild.

Dieser Cloun konstruierte aus aufblasbaren Ballonen Tiere, welche sich die Kinder gerne von ihren Eltern - zumeist Müttern - schenken lassen. Faszinierend, was diese Künstler mit so einfachen Dingen herstellen können.

Hinter dem Friedhof auf dem Hügel liegen typische Quartiere zu sehen. Die vielen farbigen Häuser geben der Stadt ein interessantes Gesicht.

Ein interessanter Strassenzug mit weiteren farbigen Häusern sowie den am Berg klebenden Gebäuden. Eine überaus farbenfrohe Stadt!

Ein Bed&Breakfast wirbt mit einem vom holländischen Maler Vincent van Gogh inspirierten Gemälde für Gäste. Soviel mir bekannt ist, war Vincent nie in Santiago. Auf dem Bild ist sogar der Verband zu sehen, welcher sein abgeschnittenes Ohr verdeckt.

Ein weiteres Wandbild, diesmal mit einem grossen Portrait von Salvador Allende, dem ehemaligen Präsidenten Chiles, welcher vom Militärregime 1973 umgebracht wurde.

Ganz in der Nähe meines Hotels stehen weitere farbige Häuser welche für mich den Schlusspunkt meiner Wanderung bedeuteten. Auch ich hatte irgendwann mal genug davon! Nicht nur von den Farben, sondern mehr noch vom mühsamen Gehen.
Den Tag schloss ich mit einem ausgezeichneten Nachtessen in einem Restaurant (Klich mich!) in der Nähe meines Hotels ab.
