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- Kategorie: Winterreise 14 / 15 - 1. Etappe Südamerika
Castro auf Chiloé
Castro ist die wichtigste Stadt auf der grossen Insel Chiloé, sie liegt ungefähr in der Mitte auf der östlichen Seite. Für mich bedeutete dies knappe 80 km zu fahren, wobei es eigentlich nur eine einzige Strasse gab. Diese hatte zum Glück fast keinen Verkehr, so dass ich langsam durch die Landschaft tuckern konnte. Zu fotografieren gab es leider nicht viel, denn die meiste Zeit regnete es in Strömen. Die Insel gilt denn auch als nasser Fleck Erde mit 2035 mm Regen pro Jahr! Etwa doppelt so viel wie in der Schweiz, man stelle sich vor!
Am späteren Nachmittag klarte es auf und der Himmel zeigte sich zwischen den Wolken. Eine Besonderheit in Castro sind diese Fischerhäuser auf Stelzen, hier Palafitos genannt. In vielen sind heute einfachere Hotels eingerichtet, die guten waren alle schon ausgebucht und auf ein einfaches hatte ich keine Lust. Ich mietete mich in einem modernen Bau mit Innenpool und allem übrigen Komfort etwas ausserhalb der Stadt ein.

Hier habe ich nicht mit einem Bildbearbeitungsprogramm gearbeitet: Die Kirche ist effektiv so farbig. Die gelben Teile sind ja noch einigermassen erträglich, die violetten Turmspitzen und Dächer dünken mich schon eher seltsam.
Von einem gegenüberliegenden Hügel gibt es eine interessante Sicht auf die Stadt, vor allem dann, wenn der Himmel mit seinen sich auflösenden Wolken noch etwas Dramatik liefert.

Wer denkt bei diesen Bildern an Südamerika? Bevor ich in Chile reiste, hatte ich auf jeden Fall ein ganz anderes Bild des Kontinents. Entweder Regenwald im Amazonas, weite Pampas in Argentinien oder auch die Inka-Städte in Peru. Solche Landschaften wie hier gehörten hingegen nicht zu meiner Vorstellung.

Bei der Rückfahrt durch das Zentrum von Castro war heute Geduld gefragt. Ein Tieflader hatte einen Sattelschlepper geladen, dessen Auspuff sehr hoch war, zu hoch auf jeden Fall, als dass er unter den Leitungen hätte durchfahren können. Der Chauffeur und ein Gehilfe versuchten verzweifelt, das lange Rohr zu entfernen, was offensichtlich ein schwieriges Projekt war. Der Verkehr staute sich und einige Autofahrer veranstalteten ein Hupkonzert. Wäre er hingegen einfach weiter gefahren, hätten wohl einige Häuser kein Internet und vielleicht auch keinen Strom mehr gehabt.

Dieses Bild nahm ich kurz vor 19 Uhr vom Zimmer meines Hotels aus auf. Am linken Rand ist die Palafitos-Siedlung zu sehen, welche ich vorher vom gegenüberliegenden Ufer aus fotografierte, das erste Bild dieses Tages. Damals war gerade Flut, nun Ebbe. Der ganze Meeresarm ist leer. Für mich als Binnenländer sind die Gezeiten immer wieder faszinierend.
Mein Nachtessen genoss ich bei Octavio, einem Restaurant direkt am Meer. Ich befolgte den Tip eines Reiseführers und wurde fündig. Mehr gibt es hier.

Am späteren Nachmittag klarte es auf und der Himmel zeigte sich zwischen den Wolken. Eine Besonderheit in Castro sind diese Fischerhäuser auf Stelzen, hier Palafitos genannt. In vielen sind heute einfachere Hotels eingerichtet, die guten waren alle schon ausgebucht und auf ein einfaches hatte ich keine Lust. Ich mietete mich in einem modernen Bau mit Innenpool und allem übrigen Komfort etwas ausserhalb der Stadt ein.

Hier habe ich nicht mit einem Bildbearbeitungsprogramm gearbeitet: Die Kirche ist effektiv so farbig. Die gelben Teile sind ja noch einigermassen erträglich, die violetten Turmspitzen und Dächer dünken mich schon eher seltsam.

Von einem gegenüberliegenden Hügel gibt es eine interessante Sicht auf die Stadt, vor allem dann, wenn der Himmel mit seinen sich auflösenden Wolken noch etwas Dramatik liefert.

Wer denkt bei diesen Bildern an Südamerika? Bevor ich in Chile reiste, hatte ich auf jeden Fall ein ganz anderes Bild des Kontinents. Entweder Regenwald im Amazonas, weite Pampas in Argentinien oder auch die Inka-Städte in Peru. Solche Landschaften wie hier gehörten hingegen nicht zu meiner Vorstellung.

Bei der Rückfahrt durch das Zentrum von Castro war heute Geduld gefragt. Ein Tieflader hatte einen Sattelschlepper geladen, dessen Auspuff sehr hoch war, zu hoch auf jeden Fall, als dass er unter den Leitungen hätte durchfahren können. Der Chauffeur und ein Gehilfe versuchten verzweifelt, das lange Rohr zu entfernen, was offensichtlich ein schwieriges Projekt war. Der Verkehr staute sich und einige Autofahrer veranstalteten ein Hupkonzert. Wäre er hingegen einfach weiter gefahren, hätten wohl einige Häuser kein Internet und vielleicht auch keinen Strom mehr gehabt.

Dieses Bild nahm ich kurz vor 19 Uhr vom Zimmer meines Hotels aus auf. Am linken Rand ist die Palafitos-Siedlung zu sehen, welche ich vorher vom gegenüberliegenden Ufer aus fotografierte, das erste Bild dieses Tages. Damals war gerade Flut, nun Ebbe. Der ganze Meeresarm ist leer. Für mich als Binnenländer sind die Gezeiten immer wieder faszinierend.
Mein Nachtessen genoss ich bei Octavio, einem Restaurant direkt am Meer. Ich befolgte den Tip eines Reiseführers und wurde fündig. Mehr gibt es hier.
