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- Kategorie: Winterreise 14 / 15 - 5. Etappe Cruise Queen Victoria
Zwei Tage auf See

Ein wunderschöner Morgen begrüsste uns heute am ersten Tag der Cruise. Wir erreichten noch vor dem Morgenessen die Küste Kubas, welcher wir während des ganzen Tages im Abstand von einigen Kilometern folgten. Einige grossen Wolken sorgten für einen dramatischen Sonnenaufgang.

Die Queen Victoria war heute den ganzen Tag auf hoher See in der Karibik. Die Temperatur lag schon am Morgen bei 25 Grad, im Laufe des Tages kletterte das Thermometer auf knappe 30 Grad. Aber mit dem Fahrwind war es sehr angenehm auf dem Schiff. Mir bot sich heute die Gelegenheit, die Innereien des Schiffes zu fotografieren. Dort war die Temperatur eher amerikanisch: Die Klimaanlage lief auf Hochtouren und viele Leute sassen im Innern des Schiffes. Diese wären wohl lieber auf einer Antarktis-Kreuzfahrt!

Auf dem dritten Deck gibt es einen Rundgang um das ganze Schiff. 500 m misst ein Umgang. Jogger ziehen hier ihre Runden und auch normale Spaziergänger sind hier unterwegs. Auf der Sonnenseite ist die Temperatur sehr angenehm, im Schatten kühlt der Wind jedoch ordentlich aus.

Auf Deck 2 gibt es ein Casino, wo die älteren Gäste ihre AHV oder was immer ihr Heimatland ihnen bietet, verspielen können. Die einarmigen Banditen sind immer gut besucht, auch an den Roulette-Tischen sind immer Spieler anwesend. Selbstverständlich ist es auch hier immer gut gekühlt und die Drinks fliessen in Strömen.

Im Ballsaal gibt es klassische Konzerte, heute spielte eine Klarinettistin mit einem Pianisten Kammermusik. Nicht gerade mein Geschmack, zumal ich lieber an der Sonne war, statt in einem klimatisierten Saal.

Das zentrale Treppenhaus, welches über 3 Decks geht, zeigt die Ausmasse des Schiffes. Einigermassen zurückhaltend dekoriert präsentiert sich das Schiff durchaus modern. Die Queen Victoria wurde erst 2007 in Verkehr gesetzt. Trotzdem zeigt sich an einigen Stellen im Aussenbereich bereits Rost, entsprechend oft wird deshalb geschliffen und gestrichen. Das Teak-Holz der Handläufe auf Deck wird laufend geölt.

Auf Deck 2 steht am Fuss der Treppen ein Tisch mit einem grossen Blumenstrauss, der täglich frisch gemacht wird.

Auf Deck 9 gibt es zwei Pools sowie einige Whirlpools. Die grossen Pools sind mit 27 Grad angenehm, die Whirlpools sind 36 und 38 Grad eher warm. Sogar zu heiss für mich! Die Whirlpool sind ohnehin nicht meine Sache: Viele Leute halten sich stundenlang darin auf und trinken oft noch Alkohol. Da frage ich mich immer, wie gross wohl deren Blase sei.

Ein grosses Theater gehört ebenso zur Einrichtung der Queen Victoria. Viele Konzerte, Theater-Vorstellungen sowie Kabarettisten treten hier auf. Das Unterhaltungsprogramm an Bord beginnt am frühen Morgen und endet erst wieder einige Stunden, bevor es wieder losgeht. Dasselbe gilt für die Buffets: Bereits ab 04:00 kann gegessen werden, allerdings erst ein kleines kontinentales Frühstück, das grosse beginnt um 06:30 und dauert bis um 11:30, ab 11:30 geht bis um 15:00 das Mittagessen, von 15:00 bis um 18:00 gibt es den Afternoon Snack, welcher ab 18:00 bis um 23:00 in das Nachtessen übergeht. Ab 23:00 bis um 04:00 gibt es dann noch den Late Snack. Diese Zeiten gelten nur für das eine Buffet-Restaurant, daneben gibt es noch viele kleinere Restaurants und Bars, welche allfällige Lücken - die es nicht gibt - schliessen würden. Aufstehen braucht man nur für den ab und zu notwendigen Halt auf einer Toilette, welche bequemerweise gerade in der Nähe des Einganges zum Restaurant positioniert ist.

Zu Beginn des Jahres 2015 war ich mit Bruno auf diesem Landstück: Wir verbrachten in Guardalavaca auf Kuba einige schöne Tage in einem guten Resort. Heute fuhren wir in einigen Kilometern Entfernung am südlichen Ende Kubas vorbei.
Der zweite Tag auf See war unspektakulär, wir sahen kein Land und verbrachten den Tag mehr oder weniger am Pool auf dem Oberdeck mit Lesen und Podcast hören. Im Laufe des Nachmittags frischte der Wind stark auf und die See wurde zunehmend unruhig, so dass einige Leute ihre Farbe änderten. Sowohl Paul als auch mir ging es aber gut und beide hatten wir kein Problem mit dem Seegang.
