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- Kategorie: Atlantik, USA und Mexico 14 - Teil 1 Transatlantik mit der Queen Mary
USA / Mexico 14 - Erster Tag auf hoher See - und schon aufgegeben (Achtung Christoph, nicht weiterlesen!)
Der heutige Tag begann mit schönem Wetter und sehr starkem Wind. Zuerst war die See noch relativ ruhig, doch um die Mittagszeit nahmen die Wellen stark zu. Selbst unser Riesenschiff begann die einzelnen Täler stärker zu spüren und ritt die „Unebenheiten“ voll aus. Die Wände des Schiffes begannen zu knorzen und das Gehen wurde für mich immer beschwerlicher.

Einige Unentwegte promenierten trotzdem an Deck, alle mussten sich allerdings festhalten, da der Wind so stark blies! Für mich war es bald unmöglich, weiter an Deck zu bleiben, Wind und schwankender Untergrund waren mir zu anstrengend. Mein Gleichgewicht ist nicht mehr das beste.
Zurück im Stateroom musste ich wohl oder übel zu den Pflastern greifen, welche ich von Andrea erhielt. Eines klebt man hinter ein Ohr und verhindert so, dass einem das feine Essen nochmals durch den Kopf geht, diesmal allerdings in umgekehrter Richtung! Mein Ziel war es, ohne diese chemischen Krücken auszukommen, doch schon am ersten Tag wurde ich schwach.

Eine Karte nahe bei der Brücke zeigt die vorhergesehene Route, welche mehr oder weniger gerade ist. Diese Linienführung ist die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten auf der Erdoberfläche. Inseln, denen unser Schiff ausweichen müsste, gibt es hier nicht und die Eisberge sind unter guter Kontrolle. Nur Wasser, Wasser und noch mehr Wasser. Immerhin ist der Atlantik mit 106.4 Mio. km2 der zweitgrösste Ozean der Welt; er bedeckt nahezu 20% der Erdoberfläche. Und der Nordatlantik ist nicht nur gross, sondern auch unruhig!
