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- Kategorie: Winterreise 12 / 13 - Thailand 13
Bangkok-Sightseeing
Bangkok hat neben dem simplen Namen, den auch wir Westler kennen, noch einen zeremoniellen Namen: กรุงเทพมหานคร อมรรัตนโกสินทร์ มหินทรายุธยามหาดิลก ภพนพรัตน์ราชธานีบุรีรมย์ อุดมราชนิเวศน์ มหาสถานอมรพิมาน อวตารสถิต สักกะทัตติยะ วิษณุกรรมประสิทธิ์ (39 Buchstaben, ohne Leerzeichen). Übersetzt heisst dies: „Stadt der Engel, grosse Stadt [und] Residenz des heiligen Juwels Indras [ Smaragd-Buddha ], uneinnehmbare Stadt des Gottes, grosse Hauptstadt der Welt, geschmückt mit neun wertvollen Edelsteinen, reich an gewaltigen königlichen Palästen, die dem himmlischen Heim des wiedergeborenen Gottes gleichen, Stadt, die von Indra geschenkt und von Vishnukarm gebaut wurde." Wer sich den Namen in Thai vorsagen lassen möchte, kann hier klicken.
Ein absolutes Muss für jeden Bangkok Besucher ist eine Fahrt auf dem Fluss Chao Phraya, der die Stadt in einen alten und neuen Teil trennt. Die etwa 10 km lange Fahrt bis hinauf zum Wendepunkt des Schiffes führt an einigen wichtigen Sehenswürdigkeiten vorbei. Da Kurt noch nie in Bangkok war, machten wir uns heute nach dem Frühstück auf den Weg zum Fluss.

Sehr moderne Stadtteile liegen direkt am Fluss. Glas, Stahl und Beton geben diesen Häusern einen Eindruck einer modernen Grossstadt, die genau so gut in einem anderen Kontinent liegen könnte.

Einige hundert Meter weiter den Fluss hinauf macht aber dieses Gebäude alles klar. Es kann nur in Südost-Asien stehen. Gold und Rot lassen auf entweder ein königliches oder ein religiöses Gebäude schliessen. Diese Farben sind einerseits dem König oder auch Buddha vorbehalten.

Ebenfalls auf Südost-Asien weist Wat Arun hin, eine Tempelanlage im Khmer-Stil, wie er unter anderem auch in Angkor Wat anzutreffen ist. Die meisten Langboote auf dem Fluss sind festlich heraus geschmückt. Nun ist gerade die Zeit des chinesischen Neujahres.

Eine weitere Tempelanlage: Hier stehen viele einfachere Häuser vor dem Tempel. Alt und neu, einfach und sehr luxuriös liegen nahe beisammen.

In dieser Glasfassade spiegeln sich die benachbarten Gebäude.

Der nördliche Wendepunkt unserer heutigen Flussfahrt lag südlich der Rama IX Brücke, welche den Fluss sehr elegant überspannt. Ein einziger Pfeiler dient als Aufhängepunkt der Seile der Brücke.

Ein absoluter Höhepunkt Bangkoks ist der Königspalast, den wir heute selbstverständlich auch besuchten. „Wir" stimmt nicht ganz: Ich kenne den Palast von einigen früheren Besuchen gut und überliess die Entdeckung heute vollständig Kurt. Ich wartete am Eingang, da meine Füsse mich nicht mehr gut tragen wollten.

Nach einem Nachtessen nahe bei unserem Hotel machten wir uns auf den Weg zum Banyan-Tree Hotel, wo auf dem Dach eine Open-Air Bar und ein Restaurant liegen. Um 21 Uhr im 61 Geschoss unter freiem Himmel einen Gin-Tonic zu trinken, ist in Bangkok problemlos möglich. Die hell erleuchtete Stadt liegt einem zu Füssen, weder Lärm noch Gerüche schaffen den Weg in diese Höhe.
