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- Kategorie: Winterreise 12 / 13 - Thailand 13
Hua Hin, die königliche Sommerresidenz (würde Brigitte als Winterresidenz gefallen)
Hua Hin ist das älteste Seebad Thailands und wird oft in einem Atemzug mit dem Ferienort Cha-am, der nur 25 Kilometer entfernt liegt, erwähnt. Der Aufstieg des verschlafenen Fischerdorfs zum Touristenzentrum begann 1921 mit dem Bau der Eisenbahnstrecke von Bangkok nach Singapur. Der Direktor der staatlichen Eisenbahn Prinz Purachatra ließ das Railway Hotel in unmittelbarer Nähe zum Strand errichten, welches heute noch existiert. Die thailändische Königsfamilie hat seit 1926 ihre Sommerresidenz in Hua Hin. Der Palast Wang Klai Kangwon (Thai: วังไกลกังวล, etwa: königlicher Palast weit entfernt von den Sorgen) dient ihr zum Rückzug von der Hitze Bangkoks. (Wikipedia)
Auf dem Weg zur Residenz stoppten wir an der Busstation in Hua Hin um den Transport von Brigitte am Donnerstag nach Bangkok zu organisieren. Die 250 km kosten mit dem VIP Bus gerade mal 10 CHF und ersparen mir eine Rundreise von 500 km in 2 Tagen, da ich von hier anschliessend weiter südlich in Richtung Phuket fahren will.
Nach erfolgreicher Buchung besuchten wir die Königs-Residenz.

Vom Meer her präsentiert sich die zweistöckige Residenz in einem mit Bäumen bestandenen Park als sehr schöne Anlage. Brigitte meinte, da könne sie sich das Wohnen im Winterhalbjahr auch gut vorstellen. Nur hat sie dafür den falschen Mann, dem es hier zwar auch gefallen würde, aber ...

In diesem Zimmer wohnte der Zeremonienmeister des Königs, damit wäre Brigitte wohl auch nicht zufrieden. Die Betten in vielen Hotels in Asien sind meist sehr hart, dieses hier schlägt aber sogar jene.

Ein weiteres Dienstboten Zimmer, immerhin mit einem Moskito-Netz. Die Kopfkissen haben es mir besonders angetan. Zwar mehr aus ästhetischen Gründen denn wegen des Komfortes. Aus Korbmaterial geflochten bieten sie kaum viel davon.

In diesem Haus liegen im zweiten Geschoss die Schlafgemächer des Königs. Ohne Klimaanlage und auch ohne WiFi. Beides könnte aber mit relativ wenig Kosten nachgerüstet werden. Mehr flüssige Mittel würden sicher die vielen Gärtner und das übrige Unterhaltspersonal verschlingen. Die Farbe muss laufend erneuert werden, da einerseits die Hitze und Luftfeuchtigkeit, aber auch die Nähe des Meeres mit dem Salzwasser allem zusetzen.

Ein Blick durch die Laubengänge im zweiten Geschoss. Von Zimmer zu Zimmer geht König immer im Schatten vor Sonne und Regen geschützt. Die offene Gestaltung erlaubt dem Wind, die jederzeit willkommene Abkühlung zu bringen.

Einer der Laubengänge mit polierten Edelholzböden. Auch hier müssen die Schuhe ausgezogen werden und in einem Leinenbeutel mitgetragen werden, da sonst die Böden noch mehr strapaziert würden.

Überall in der Anlage stehen riesige Frangipani-Bäume, die momentan kaum über Blätter verfügen, aber gerade in Vollblüte sind. Dabei verbreiten sie einen äusserst angenehmen Geruch in der ganzen Anlage. Auch der König wird sich in seinem Schlafzimmer wohl gefreut haben.

Am Abend fuhren wir an den nördlichen Strandabschnitt für ein sehr gutes Nachtessen unter freiem Himmel. Bein Eingang wurden wir von diesen netten Damen herzlich begrüsst.

Von hinten sind sie noch interessanter. Das Servierpersonal war ebenso fröhlich aber angepasster gekleidet und bediente uns sehr gut. Leider sprach praktisch niemand Englisch. Immerhin war die Karte zweisprachig abgefasst, so dass wir die Gerichte auswählen und dann auf die Thai-Beschreibung tippen konnten, worauf genau die richtigen Gerichte auf den Tisch kamen. Für Brigitte Jakobsmuscheln und für mich ein grosser Salat mit Krabbenfleisch. Dazu Gemüse und frische Früchte als Dessert.
